Zurücklehnen verboten!

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Vielleicht hast du es auch schon mal erlebt, dass dein Vordermann im Zug oder Flugzeug für ein Nickerchen oder den besseren Sitzkomfort seinen Sitz soweit zurückstellt, dass du dich irgendwie in deinem eigenen Bewegungsfeld eingeschränkt fühlst. Er hätte wenigstens fragen können. Aber muss es deswegen gleich verboten werden? Einer Umfrage des Reiseportals Skyscanner zufolge: Ja! Denn in ihr hat sich ergeben, dass 91% der 1000 Befragten das Zurückklappen von Sitzen verbieten oder auf bestimmte Zeiten beschränken wollen.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert


Nicht nur Sitze können in manchen Fällen auf Reisen zu einem Streitthema werden. Ein naher Verwandter des Konflikts über einen zurückgestellten Sitz ist zum Beispiel der Kampf um eine Armlehne oder aber der schlafende Nachbar, der glaubt du seiest sein Kopfkissen. Nicht zu vergessen sind die Verrenkungen und Klettermanöver, die du auf dich nehmen musst, wenn du das Bedürfnis auf die Toilette zu gehen nicht mehr länger einhalten kannst, aber den schlafenden, am Gang sitzenden Sitznachbar nicht wecken möchtest.

Nun könnte man sagen, dass sich so rücksichtvolle Menschen das Leben manchmal zu schwer machen. Anstatt darauf bedacht zu sein, welche Auswirkungen dein Verhalten auf deine Umgebung hat, könntest du dir auch bewusst machen, dass es dein gutes Recht ist deinen Sitz zurückzustellen, vorhandene Armlehnen auch zu nutzen, um den höchstmöglichen Komfort zu erreichen und vielleicht dann auch ein Nickerchen zu machen. Kann ja jeder sagen, wenn ihn etwas stört.

Zugegebenermaßen sind das nun eher extreme Beispiele gewesen, aber wie gehst du mit ihnen um? Bist du ein egoistischer Reinsender, der es sich ungeachtet seiner Umgebung bequem macht? Oder würdest du dich eher zu den rücksichtsvollen Reisenden zählen, die aus Mitleid zu ihren Mitmenschen den Sitz lieber da lassen, wo er ist?

Text: jule-lange - Bild: dpa

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