Wie war deine Ankunft in der Stadt?

Ist es wirklich so schwer, mit den Münchnern warm zu werden? Wir haben Zugereiste gefragt, wie sie die Stadt empfinden?
anabel-schleuning

Patrick, 22, studiert Englisch und Französisch an der LMU und ist 2008 aus Memmingen hierher gezogen.

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Illustration: Julia Schubert

„Ich habe in den letzten zwei Jahren bestimmt dreimal versucht, in die 089 Bar reinzukommen. Keine Chance! Jedes Mal schickt mich der Türsteher weiter. Aber auch ohne 089 Bar würde ich gerne in München bleiben und hier später unterrichten.“ Anna, 22, studiert Archäologie. Sie ist vor 8 Jahren aus Trier nach München hergezogen.

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„Ich wollte nicht hierher! Ich wollte nicht in das Stoiberland! Damals, als ich hierher kam, waren die Bundestagswahlen, wo er gegen Schröder angetreten war. Ich war erschüttert, wie viele CSU-Anhänger es schon in der 10. Klasse geben kann.“ Hanna, 26, studiert IT in München und ist vor 5 Jahren aus Weißrussland nach München gezogen.

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„Die Stadt hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Ich war sehr überrascht darüber, wie sauber alles hier ist und wie viele Ausländer es gibt. Es waren mir fast zu viele! Ich wollte ja eigentlich Deutsch lernen."


Damyan, 21, studiert Statistik in München. Er ist vor 2 Jahren aus Bulgarien hierher gezogen.

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„Ich habe mich hier nie ausgeschlossen gefühlt. Eher hatte ich immer Schwierigkeiten mit Geld und damit, einen Nebenjob zu finden, um mir mein Studium und das Leben hier leisten zu können. München ist eine sehr angenehme Stadt, aber eben auch eine sehr Teure.“ Ilire, 22, ist vor 2 Jahren aus Hamburg hier hergezogen und studiert Albanologie an der LMU.

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„Am Anfang hatte ich große Schwierigkeiten mich hier einzuleben. Ich musste alleine eine Wohnung suchen und kannte niemanden. Das war anstrengend! Nach drei, vier Monaten fand ich es von den Leuten her aber fast netter als in Hamburg.“ Bazur, 19, studiert hebräisch, ist vor 3 Monaten aus Polen hergezogen.

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„Bei meiner Ankunft fand ich die Stadt an sich sehr schön. Mit den Einheimischen war es jedoch eher schwierig: Ich fand die Deutschen ziemlich kalt. Es war einfacher mit Ausländern Kontakte zu knüpfen.“ Violetta, 23, ist seit 7 Jahren in München und Studentin an der Kunstakademie. Ursprünglich kommt sie aus Russland.

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"Bei meiner Ankunft fand ich diese Stadt Scheiße. Es ist eine Großstadt und ich war total verplant. Die Leute haben sehr viel Kohle hier und definieren dadurch auch teilweise. Um Kontakte zu knüpfen, musste ich mich sehr bemühen und offen sein. Ich könnte mir nicht vorstellen, hier zu bleiben. Ich finde andere Länder, glaub ich, spannender und will langfristig irgendwo in den Süden.“


Elizabeth, 26, studiert Germanistik, ist vor 6 Jahren aus Polen nach München gezogen.

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„Ich habe von Anfang an in einer deutschen Familie gewohnt. Meine Gastmutter hat ihr Auto die ganze Nacht offen gelassen. Schließ es doch ab!, hab ich gesagt. Mittlerweile weiß ich, dass München nicht Polen ist, dementsprechend sicher fühle ich mich hier.“ Heinz, 72, Rentner, vor 2 Jahren aus Berlin nach München gezogen.

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„Ich habe keine Probleme mit den sturen Bayern! Wenn man sie kennt, sind sie eigentlich ganz umgänglich. Eigentlich fühle ich mich fast in jeder Stadt wohl, aber München fühlt sich schon teilweise wie ein Dorf an.“ Christoph, 42, ist Pfarrer und lebt seit 1987 in München.

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„Wenn man für einige Tage von München wegfährt und dann zurückkommt, merkt man, wie reich diese Stadt ist. Hier ist alles ein Tick nobler.“ Alexander, 30, ist aus beruflichen Gründen vor 3 Monaten von Stuttgart nach München gezogen.

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Illustration: Julia Schubert

„Es gibt hier schon diese süddeutsche Mentalität. Man ist hier gleich beim Du und nennt sich beim Vornamen. Die Leute nehmen sich hier mehr Zeit, sie sind relaxter und gemütlicher.“

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