Wir haben verstanden: KW 19

Jede Woche lernen wir etwas dazu: in der Redaktion, im jetzt-Kosmos, im Internet, in der Welt. Das schreiben wir immer am Ende der Woche an dieser Stelle auf.
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Illustration: Julia Schubert



Das Internet ist auch nicht mehr das, was es mal war. Da sagt ein Verbandsgeschäftsführer in einem Interview über Flüchtlinge, die nicht mehr in Clubs dürfen: „Na ja, wenn ich eine ‚White-Night’ veranstalte, und jemand kommt in schwarz, wird’s schwierig für ihn“, und auf drei Seiten Kommentaren nimmt niemand diese Steilvorlage auf. Im Iran gibt es nur alkoholfreies Bier. Das kommt dann aber – natürlich – größtenteils aus Deutschland.

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Illustration: Julia Schubert



Nach einem langen Flug auch noch mit dem Zug weiter zu müssen, ist die größte Folter, wenn man sich bereits sehr auf jemanden freut. Das Buch "Fabian" von Erich Kästner ist über 80 Jahre alt - und immer noch modern. Schuhe eintragen kann anstrengend sein. Jeans eintragen ist aber eigentlich noch viel anstrengender. Erwachsenwerden, nächste Stufe: wenn man das uralte Konzertplakat, das einem der beste Freund vor vielen Jahren geklaut und geschenkt hat und das seitdem in jedem Zimmer hing, das man bewohnt hat, einrahmt. Man sollte öfter an die Ränder der eigenen Stadt fahren. Der erste Sommerabend draußen und das erste Sommergewitter sind jedes Jahr wieder toll (im Gegensatz übrigens zum ersten Schnee, der nervt bloß). Ein Emotionen-Kater ist noch viel schlimmer als ein Alkohol-Kater. Eben wiederentdeckte, schwer unterschätzte Knuspersüßspeise: Nippon. Es wirft einen ja schon ein bisschen um, wie's gerade überall so viel riecht!

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