Wir haben verstanden: KW 30

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In der besten Bolognese wird der Parmesan direkt mitgekocht. Die Bravo-Foto-Love-Story war schon immer Trash - und dafür liebten wir sie. Aufblasbare Pooltiere sind das must dieses Sommers. Nie die Youtube-Videos der kleinen Geschwister anschauen! Computer sind hinterlistige Bastarde: Drei Wochen nachdem man ein Glas Eistee über sie verschüttet hat plötzlich aus- und nie wieder anzugehen, das ist eine perfide Form der Rache, zu der Menschen gar nicht imstande sind. Traurig, aber wahr: Einsamkeit macht effizient. Jeder Mensch braucht Menschen, die einen ab und zu darin bestärken, etwas sehr Unvernünftiges zu tun. Wenn man im Biergarten seine Freunde sucht, denkt man mindestens drei Mal, dass man sie gefunden hat, bevor man sie wirklich findet – weil mindestens drei andere Menschen auch ihre Freunde suchen und darum an mindestens drei Tischen hektisch gewunken und gerufen wird. Liebe ist wirklich noch viel schwieriger und härter, als man immer denkt! Viel! Eine teure Wohnung ist oft eine sehr geile Wohnung. Männer, die kleine Vögel mit bloßen Händen fangen, sind außen hart und innen weich. Männer, die gerade ein Baby bekommen haben, wirken, als hätten sie plötzlich doppelt so viel Bartwuchs. Das mit dem W-Lan bei Fernbussen ist so wie die Sache mit dem Sofort-Rente-Rubbellos: man hofft - und wird doch immer enttäuscht.  Gewitter ist oft dann, wenn man das erste Bier des Abends draußen trinkt.  Niemand hat offiziell Bock auf Klassentreffen. Doch irgendwie sind dann doch plötzlich alle da. Die Note "Drei" ist die "Eins" des kleinen Mannes.  Wer einmal das Sommerloch besucht hat, will immer wieder hin. Manche Menschen werden bei Helge Schneider depressiv.  An Pariser Dönerständen ist die weiße Soße nicht die Knoblauchsoße, sondern Mayonnaise. 

Text: jetzt-verstanden - Illustration: katharina-bitzl

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