Wir haben verstanden: KW 41

Jede Woche lernen wir etwas dazu: in der Redaktion, im jetzt-Kosmos, im Internet, in der Welt. Das schreiben wir immer am Ende der Woche an dieser Stelle auf.
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Illustration: Julia Schubert

Wenn man beim Online-Banking eine SMS mit einer Mobile-Tan bekommt, denkt man jedes Mal wieder fälschlicherweise: "Oh, wie schön: Ich bekomme eine Nachricht!" Man muss Sachen, die kaputt sind, nicht weiterbenutzen. Es muss sich wahnsinnig gut anfühlen, den oder die Literaturnobelpreisträger/in zu kennen, BEVOR er oder sie verkündet wird. Man fährt immer schlechter Auto, wenn Eltern oder Schwiegereltern mit drin sitzen. Es ist wieder die Zeit des Jahres, in der man bedauert, mit 14 in falscher Scham den Regenponcho weggeschmissen zu haben. Ungefragte Ratschläge sind selten gut. Manchmal kann Schlangestehen für Konzertkarten als ein Zeichen von Solidarität verstanden werden. Schon der erste graue Herbsttag kann eine handfeste Herbstdepression auslösen. Magendarm ist das beste Detox-Programm nach der Wiesn. Dass es jetzt Zimtsterne und Erdbeertörtchen parallel in Bäckereien gibt, ist äußerst verwirrend. Naiv anzunehmen, Ticketautomaten würden auf große Scheine sicher mit kleineren Scheinen rausgeben. Erkenntnis des Jahreswechsels: Kalte Füße sind schlimmer als heiße. Der DHL-Bote ist nicht dein Freund. Auch wenn du seinen Vornamen kennst. Der Profit von Crêpe- und Waffelständen ist zu 99 Prozent olfaktorisch begründet. Wenn man eine Kommode alleine vier Straßen runterträgt, hat man danach Spaghettiarme. Das heißt, man lässt alles fallen. Alles!  Durch Spaghettiarme entstandene Sachschäden werden von der Versicherung nicht gedeckt.

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