Wir haben verstanden: KW 44

Jede Woche lernen wir etwas dazu: in der Redaktion, im jetzt-Kosmos, im Internet, in der Welt. Das schreiben wir immer am Ende der Woche an dieser Stelle auf.
jetzt-redaktion

Der lustigste Café-Betreiber der Welt lebt in Dublin und droht damit, alle Veganer zu erschießen, die seinen Laden betreten. Veganer finden das nicht witzig. Aber was finden Veganer schon witzig?! Wenn sich eine Band auflöst, kann das tatsächlich ein bisschen wehtun. Wenn (österreichische) Politiker nicht zugeben wollen, dass sie planen, an ihren Grenzübergängen Zäune zu errichten, sprechen sie von "festen, technischen Sperren". Es gibt auf Facebook eine "Others-Inbox". Und die verschwindet bald. Das Prinzip "Sonntagsbraten" ist eigentlich super. Man muss es nur aus dieser sonntagsfressenden Eltern-im-Vorort-besuchen-(und-Tante-Karin-ist-auch-da)-Welt befreien und den Braten selbst machen und Freunde einladen.

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Illustration: Julia Schubert

Tiervideos werden sehr viel erträglicher, wenn man die Protagonisten – zum Beispiel – als "verfickt" und "verhurt" bezeichnet. Es ist unmöglich, das Video mit dem verfickten Hasen und dem verhurten Reh nicht süß zu finden. Sachen in nur einer Farbe anzuziehen, sieht ziemlich scheiße aus.  Egal, um welche Farbe es sich handelt. Mama hatte Recht: Nasses Laub + Fahrrad = Gefahr. Die Nachnamen mancher Menschen passen einfach zu gut zu ihrer Profession: Felix Durst heißen und eine neue Trinkflasche entwerfen - Schicksal?! Man kann auch in der S-Bahn Freundschaften schließen. Zecken überleben auch im Wasser. "Du bist wie deine Mutter" ist der Tod jeder Diskussion. Vorhänge sind die Augenbrauen eines Zimmers. Der Spotify-Werbejingle hat ähnliches Aggressionspotenzial wie ein Weckerklingelton. Wer einmal Netflix erlebt hat, kann nie wieder zurück zu kinox.to. Manchmal passieren Dinge, die sonst nur in Filmen passieren, auch im eigenen Leben. Ein neuer Pulli ist ein entscheidender Faktor im Kampf gegen die Herbstdepression. Mit Füller geschrieben sieht auch eine Einkaufsliste nach Literaturnobelpreis aus. Äpfel und dunkle Schokolade schmecken aus dem Kühlschrank noch besser.


Text: jetzt-redaktion - Illustration: katharina-bitzl

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