var s2 = new SWFObject("http://jetztimg.sueddeutsche.de/videocasts/flvplayer.swf","single","420","20","7");s2.addParam("allowfullscreen","true");s2.addVariable("file","http://jetztimg.sueddeutsche.de/podcasts/20090430_unterhaltung_lesung_jungsfragen_betrunken.mp3");s2.addVariable("image","preview.jpg");s2.addVariable("backcolor","0x000000");s2.addVariable("frontcolor","0xCCCCCC");s2.addVariable("lightcolor","0x557722"); s2.write("player2"); Die Jungsfrage zum Anhören wird präsentiert von Süddeutsche Zeitung Audio - dort gibt es auch weitere Fragen zum Anhören! Wenn wir uns gegenseitig stark auf die Schultern klopfen, sind wir betrunken. Alkoholisiert werden wir Jungs oft zu Männern. Je mehr wir trinken, desto tiefer fallen wir in das Rollenklischee zurück. Im Nachtleben sind dann unterschiedliche Ausprägungen dieser Verhaltensweise zu beobachten: Manche von uns klingen auf einmal ganz anders, rauchiger, der Gang verändert sich, wird breitbeiniger. Andere liegen sich in den Armen und grölen.

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Typen, die sich tatsächlich prügeln, sind selten, während die Vorstufe dazu schon gerne als Grundhaltung übernommen wird, also: Ich lasse mir auf jeden Fall nichts gefallen, ich habe klare Prinzipien, bin total kompromisslos. Vielleicht schmeißt uns Alkohol in unseren Rohzustand zurück, vielleicht spült er aber auch einfach unseren Wunsch frei, einmal harter Mann zu sein (übrigens bemerken wir, dass ihr – zumindest nachts - diese Art an uns ganz gut findet). Bekanntlich verändert Alkohol, in groben Mengen genossen, auch Euren Auftritt und verändert ihn nachhaltig. Gibt es dabei bestimmte Rollenmuster, in die Ihr euch hineintrinkt? Kennt Ihr auch so einen Urtyp wie wir ihn dabei ansteuern? Also einen betrunkenen Charakter kenne ich bei euch auf jeden Fall: Die, die gegen drei Uhr morgens depressiv wird. Auf der nächsten Seite: die Mädchenantwort - ebenfalls zum Anhören


var s2 = new SWFObject("http://jetztimg.sueddeutsche.de/videocasts/flvplayer.swf","single","420","20","7");s2.addParam("allowfullscreen","true");s2.addVariable("file","http://jetztimg.sueddeutsche.de/podcasts/20090430_unterhaltung_lesung_jungsfragen_betrunken.mp3");s2.addVariable("image","preview.jpg");s2.addVariable("backcolor","0x000000");s2.addVariable("frontcolor","0xCCCCCC");s2.addVariable("lightcolor","0x557722"); s2.write("player2"); Die Mädchenantwort zum Anhören wird präsentiert von Süddeutsche Zeitung Audio Zum Glück gibt es die Endspurtdepressive. Denn was wäre Typ Nummer 2, die Umarmerin, nur ohne sie? Ist die Nacht lang und die Spirituosenzufuhr stetig, verändern auch wir sowohl unser verbales als auch unser physisches Kommunikationsverhalten. Unsere Latenzen verstärken sich, wir werden zutraulich, anschmiegsam, albern, rührselig oder auch ein bisschen ätzend. Das hängt natürlich auch immer ein bisschen mit individuellem Charakter und jeweiliger Situation zusammen – die Depressive zum Beispiel hat garantiert schon um halb zwölf angefangen zu überlegen, ob sie ihrer Ex-Affäre eine sehnsuchtsvolle SMS schicken soll. Obwohl ihre coolere beste Freundin ihr wirklich dringend davon abrät, hat sie sich von der lockeren Lissy doch ermutigen lassen. Um drei Uhr morgens tanzen Lissy und die beste Freundin aber mit zwei Typen auf dem Tresen, die Depressive hat keine Antwort-SMS bekommen, eilt aus dem Lokal und jetzt kommt endlich die Umarmerin zum Zug. Sie lebt nach dem Prinzip, dass der beste Trost immer noch ist, einfach mal richtig in den Arm genommen zu werden. Das kommt der Depressiven zugute, die ein bisschen Körperkontakt brauchen kann, und sich gleichzeitig einbilden will, dass sie ihre coolere Beste Freundin gar nicht braucht. Und weil es mit der Umarmerin gerade so nett ist, kann man ja auch darüber mal reden. Für die Umarmerin ist das fast so gut wie ein Ausflug ins Thermalbad: Wohliges Gefuehl, menschliche Wärme und man hat den anderen ein paar Tage lang etwas zu erzählen. Man darf die Umarmerin allerdings nicht mit der Intimitätenschleuder verwechseln. Die hat nämlich gar nichts mitbekommen, nur ein paar Schnapse zu viel. Sie ist beschäftigt, sie redet. Stundenlang, egal mit wem. Sie kennt nur zwei Themen, in chronologischer Reihenfolge: die Angelegenheiten ihrer Freunde und Sex. Die Intimitätenschleuder ist auch bei Tag eine gesprächige Person, ihre Seele aber ist von Unsicherheiten zerfurcht. Sie hat eine Langzeitbeziehung, einen festen Job und nur noch wenige Träume. In größeren Runden breitet sie daher am liebsten ihr Wissen über aktuelle Intimvorgänge anderer Leute aus, auf so genannten Mädchenabenden unterhält sie am liebsten die Runde mit Schwänken aus ihrem privatesten Leben, die sich um Haarentfernungsprozeduren oder sexuelle Vorlieben ihres Partners drehen. Weil die Runde sich irgendwann aber auf den Tresen oder in die Depression flüchtet, sucht sich die Schleuder einfach fremdes, unbesetztes Ohr und kann danach ihrem Freund zu Hause erzählen, dass sie mal wieder jemand Neues kennen gelernt hat. Und so gehen wir alle am Ende des Abends zufrieden nach Hause und finden, dass wir das ganz bald mal wieder machen müssen. meredith-haaf