Das Klamottenpaar der Woche: Frank und Kathrin

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Frank ist 25 und gerade in den letzten Zügen seines Informatikstudiums.

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Illustration: Julia Schubert

Hose: 30 Euro (im Internet bestellt); T-Shirt: aus dem Italienurlaub, wahrscheinlich um die 20 Euro Weißt du noch, was du zuletzt gekauft hast? Keine Ahnung. Ich habe gerade Diplomarbeit geschrieben und muss jetzt für die letzten Prüfungen lernen. Ich war also schon ewig nicht mehr Klamotten einkaufen. Ich hatte einfach wirklich keine Zeit für sowas die letzten Monate. Dann gibt es sicher Dinge, die du demnächst brauchst, oder? Ohja, ungefähr alles. Ich habe wirklich nur noch altes Zeug zuhause. Ich brauche dringend neue Hosen, T-Shirts, Pullover...ach einfach alles. So eine Kompletteinkleidung. Wie wichtig ist dir Mode? Eigentlich nicht so wichtig. Ich kaufe das, was ich brauche. Ich bin niemand, der einfach so shoppen geht. Im Urlaub ist das natürlich etwas anderes. Da hat man Zeit und Muße zum einkaufen und jeder bringt sich schließlich gerne ein Urlaubserinnerungsstück mit. Meistens entscheidet man sich da ja auch viel schneller, weil man weiß, entweder man kauft es jetzt oder gar nicht, weil man wieder heimfährt. Was war dein peinlichstes Klamottenerlebnis? Ich war vor ein paar Jahren mit Freunden auf einem Volksfest. Ein Mädchen, das dabei war, hat so einen hässlichen, überlebensgroßen Teddybären beim Schießen gewonnen. Der hatte ein total blödes pinkes Shirt an und hellblaue Hotpants. Ich habe mit einem Kumpel gewettet, dass ich da reinpasse. Das hat auch geklappt, nur raus bin ich nicht mehr gekommen. Also eigentlich auch gar nicht richtig rein. Das war wie eine pinke Zwangsjacke. Und danach war’ s auch im Eimer. Aber der Kumpel hat peinliche Beweisfotos gemacht.

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Illustration: Julia Schubert

Schuhe: 80 Euro; Tasche: 50 Euro Was kannst du bei Mädchen kleidungstechnisch gar nicht sehen? Wenn der Tanga oben rausschaut, am besten noch mit so albernen Glitzersteinen. Das ist total daneben. Achja, und natürlich diese Achselschweißfängertäschchen. Hallo, für was sollen die gut sein? Da passt überhaupt nichts rein, sie sehen dämlich aus und gehen nur im Weg rum. Gibt’s ein noch unnützeres Accessoire? Auf der nächsten Seite zeigt Fahrzeugtechnik-Ingenieurin Kathrin ihre Kleidung.


Kathrin ist 25 und arbeitet als Fahrzeugtechnikingenieurin. Ihre Sonnenbrille will sie wegen akuten Katers heute lieber nicht absetzen.

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Illustration: Julia Schubert

Jacke: 120 Euro; Shirt: 15 Euro; Schal: 10 Euro; Hose: 40 englische Pfund; Schuhe: 60 Euro Was bedeutet Mode für dich? Ich arbeite als Technikerin bei BMW, das heißt, um mich herum sitzen hauptsächlich ganz klischeehaft Typen mit Karo-Flanellhemden, Vollbärten und Kordhosen. Wenn man den ganzen Tag von Leuten umgeben ist, denen Kleidung nicht wichtig ist, lässt man das selbst irgendwann auch schleifen. Ich glaube, ich bin nicht besonders modebewusst, aber ich hoffe, dass es nie soweit kommt, dass ich auch diese Holzfällerhemden trage. Vorher muss ich mich erschießen.

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Illustration: Julia Schubert

Brille: 80 Euro Wie sind denn die anderen Frauen an deiner Arbeitsstelle angezogen? Welche anderen Frauen? Ich bin die einzige in dieser Abteilung. Wahrscheinlich auch die einzige auf dem ganzen Stockwerk. Außer ein paar Sekretärinnen vielleicht – und die sind natürlich immer ganz schick, so mit Kostüm und hohen Schuhen. Das mit den hohen Schuhen verstehe ich übrigens nicht. Wozu braucht man die beim Sitzen? Und andersherum: wieso tut man sich das an, mit diesen hohen Absätzen in die Kantine trippeln zu müssen? Ich trage nie hohe Schuhe in der Arbeit, auch keine Kostüme. Wie sähe das denn aus, wenn ich mit einem Chanelkostüm und Highheels in einem Testwagen die Lenkung reguliere? Schön blöd! Was kannst du an anderen Leuten gar nicht sehen – außer Karohemden? Diesen typischen Dorfdiskotussi-Style. Also Mädels mit rosa Polyestershirts, am besten noch mit so einem semianzüglichen Spruch drauf. „Don’t touch“ und dann dämliche Handabdrücke auf der Brust. Passend dazu diese Pseudojeans ohne Taschen und mit Reißverschluss am Hintern. Das wirkt so richtig verzweifelt.

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Illustration: Julia Schubert

Gürtel: 5 englische Pfund; Tasche: 30 Euro Wie wichtig sind Accessoires? Gar nicht. Ich trage selten Schmuck. Mein Exfreund hat mir an zwei Weihnachten hintereinander so möchtegernmodernen Goldschmuck geschenkt. Ganz grausig. Das hab ich danach aus Höflichkeit getragen und nachdem wir uns getrennt haben meiner Mutter vermacht. Das einzige wichtige Accessoire, das ich besitze, ist meine Tasche. Aber die sehe ich nicht wirklich als Accessoire, die ist einfach praktisch. Bilder: Matthias Kulik

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