Das Klamottenpaar der Woche. Heute wieder Festival-Spezial mit Freda und Johannes

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Freda, 26, arbeitet in einem Klamottenladen in Hamburg

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Illustration: Julia Schubert

Freda, was trägst du heute? Die meisten meiner Klamotten sind von Humana, diesem Second Hand Laden. Weil ich dort arbeite, bekomme ich Prozente - und das ist dann natürlich sehr verlockend sich dort für ein Appel und ein Ei einfach mal komplett einzudecken. Nur meine Socken sind von Rossmann und meine Lederjacke ist vom Roten Kreuz. Gehören Mode und Festivals für dich zusammen? Nö, für mich nicht. Und ob das für andere so ist, darauf achte ich gar nicht. Jeder soll anziehen, worauf er Lust hat. Ich schau‘ halt, dass ich mich wohl fühle. Das heißt, für meinen eigenen Geschmack einigermaßen gut auszusehen und warm, beziehungsweise trocken zu bleiben.

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Illustration: Julia Schubert

Ziehst du dich also auf Festivals auch immer so an, wie du es auch im Alltag tun würdest, oder? Ja. Erinnerst du dich, wann du begonnen hast, dich für Mode zu interessieren? Mit zwölf, als meine acht Jahre ältere Schwester modisch in ihrer Rave-Phase war. Alles musste knallig, bunt und abgedreht sein. Das hat mich fasziniert. Ich bin ihr dann meine Pubertät über modisch stets gefolgt. Das hat sich heute gelegt - nur letztens musste ich noch einmal grinsend daran zu denken, dass ich sie in ihrer Grunge Phase immer um ihre Doc Martens beneidet habe. Erst jetzt, Ewigkeiten später, da sich der Trend wiederholt, besitze ich selbst welche.

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Illustration: Julia Schubert

Und wie hältst du es mit der Hygiene auf Festivals? Geduscht wird erst wieder zuhause. Und auch abschminken tue ich mich nicht. Das Make-Up, was ich jetzt trage, bleibt die ganzen drei Tage bestehen. Hoffe ich zumindest. Wenn es sich selbstständig machen sollte, bessere ich es lediglich aus. Und sonst? Ihr müsst unbedingt meinen Mitbewohner Johannes fotografieren, der hat die tollste Lederjacke der Welt!


Johannes, 26, studiert internationales Transportmanagment in Hamburg

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Illustration: Julia Schubert

Johannes, was hast du heute an und weißt du noch, woher es ist? Jacke, Hemd und Schuhe habe ich allesamt von Freda geschenkt bekommen. Mit der wohne ich nämlich zusammen und die bringt mir immer Klamotten von ihrer Arbeit mit. Nur die Hose habe ich selbst gekauft, aber wo, das weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall war es irgendwo im Sonderangebot. Ich habe nämlich nie Lust, viel Geld auszugeben. Würdest du dich trotzdem als modeaffin bezeichnen? An sich überhaupt gar nicht. Aber ich bekomme ja immer Sachen von Freda mitgebracht. Ich lasse mich quasi von ihr anziehen. Was dabei heraus kommt, finde ich immer gut - sehr praktisch also.

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Illustration: Julia Schubert

Wie hast du dich klamottentechnisch auf das Festival vorbereitet? Ich habe unglaublich viele Socken eingepackt, ein zweites Hemd und ein Extra Paar Schuhe. Ist die Lederjacke, von der Freda so begeistert ist, auch dein Lieblingsklamottenstück? Ja, absolut. Ich habe sie sogar selbst renoviert und geflickt, weil sie mir so am Herzen liegt. Man kann zwar sagen, dass es einfach bloß eine Lederjacke ist - aber wenn man genau hinschaut, ist sie ziemlich einzigartig und an Schickheit kaum zu überbieten!

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Illustration: Julia Schubert

Und wie hältst du es so mit der Hygiene auf Festivals? Ich mache es wie alle anderen auch und finde ausnahmsweise Gefallen daran, erst Sonntag wieder duschen zu müssen.

Text: mercedes-lauenstein - Fotos: Juri Gottschall

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