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Das Klamottenpaar der Woche: Judith und Wasil

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Judith, 24, studiert Kunstpädagogik

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Woher hast du die Klamotten? Die Jacke habe ich für ganz wenig Geld auf dem Flohmarkt erstanden, die Hose, die leider etwas durchsichtig ist, habe ich noch zu D-Mark-Zeiten bei H&M gekauft. Schal, Weste und Schuhe sind auch von H&M, das Unterhemd noch von der Mama. Wie lange hast du heute gebraucht, dich anzuziehen? Vielleicht zehn Minuten. Es kann leider auch mal ein, zwei Stunden dauern, bis ich fertig angezogen bin. Allerdings hab ich dann meistens wieder das vom Anfang an ... Es gibt halt irgendwie so Tage da will einem nix gefallen. Wie oft ziehst du dich am Tag um? Das kommt drauf an, was ich vorhab'. Wenn ich ausgehe, ziehe ich mich natürlich öfter um. Ansonsten ist es eher eine Stimmungsfrage, ob ich mich nochmal umziehen muss oder will. Was bedeutet Kleidung für dich? Ich finde, Kleidung kann, muss aber nicht viel über jemanden aussagen. Kleidung ist einfach ein fester Bestandteil des Lebens in unserer Gesellschaft. Man kommt ihr nicht aus, also sollte man sie lieber für sich nutzen.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Kannst du bestimmte Läden empfehlen? Wie schon erwähnt, kaufe ich immer mal wieder bei H&M, versuche aber zu kombinieren, mit ausgefalleneren Stücken vom Flohmarkt oder aus Second-Hand-Läden. Wie viel Zeit verbringst du auf Flohmärkten? Das geht ganz nach Lust und Laune. Das Wetter muss in Ordnung sein, denn wenn ich erst mal dort bin, müssen schon ein paar Stunden drin sein, damit nichts übersehen wird. Welche Eigenschaften muss man besitzen, um ein guter Flohmarktshopper zu sein? Man darf prinzipiell kein Problem mit schon getragenen Sachen haben - aber da hilft eigentlich auch immer ein Blick auf den Verkäufer oder die Verkäuferin. Ansonsten muss man wissen, was einem gefällt und was man will. Und man muss die guten Kleidungsstücke unter den ganzen Sachen herauskennen. Das gelingt immer besser mit der Zeit.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Hast du etwas, das du besonders gern anziehst? Meine Lieblingsstücke wandeln sich von Zeit zu Zeit. Momentan ist es eine ganz kurze, braune Wildlederjacke mit Stickereien und Schulterpolstern! Gibt es ein Kleidungsstück, für das du dich schämst? Im Moment nicht. Aber ich erinnere mich an diverse Fehltritte in der Schulzeit. Da war zum Beispiel die Farbkombination rot-grün - ganz schlimm ...


Wasil Tysowski, Maschinenbautechniker beim Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt, 27

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Du hast aber einen schönen Schnauzer. Seit wann trägst du den? Den Schnauzer hab ich immer mal wieder, wenn mir die Lust danach ist. Ich habe wirklich eine schöne Bartform, die hin und wieder Neid bei meinen Kumpels auslöst. Der Bart ist wie eine Frisur, das ist quasi die Schminke der Männer. Er bedarf auch viel Pflege, einen Rasierer und eventuell einen Pinsel zum saubermachen. Mehr mach ich nicht. Ab und zu natürlich noch waschen, um die diversen Soßen raus zu bekommen. Woher hast du die restlichen Klamotten? Die Klamotten habe ich größtenteils von meiner Oma. Bei der ist es wie in einer Schatzkammer. Zum Glück hat die nichts weggeschmissen. Es finden sich dort immer wieder wahre Raritäten. Den Koffer habe ich von mir - aber wahrscheinlich ist der auch von meiner Oma ... Ich habe früher als Kind Koffer gesammelt. Dann standen sie lange im Schrank. Bis ich sie rausgeholt habe. Hast du den Koffer schonmal wo stehen lassen? Nein, noch nie. Normalerweise bin ich mit dem Koffer durch eine Kette dauerhaft verbunden. Das gilt aber nur für Geschäftsreisen.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Was bedeutet Kleidung für dich? Kleidung ist sehr wichtig. Sonst würden wir ja nackig rumlaufen. Es bedeckt die Blöße. Sie macht einen Menschen interessant.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Wie stehst du zu Trends? Also ich finde es super, wenn neue Trends erfunden werden. Aber ich bin eigentlich kein Freund von Trends. Man nehme den Kleidermarkt. Dort hab ich mal vor Jahrzehnten eingekauft - für fast nichts. Und jetzt zahlst du ein Vermögen für Sachen, die meine Oma zu Massen hat ... Hast du etwas, dass du besonders gerne anziehst? Eigentlich nicht. Schöne Schuhe und das weitere, passende. Und viele Accessoires, ein bisschen Bling Bling und so. Das macht echt Spaß. Gibt es etwas, dass du an anderen Menschen gar nicht magst? Ich finde es Schade, dass bei Frauen Trends immer voll ausgelebt werden. Hat es eine an, dann haben es alle an. Dort fehlt mir ein bisschen die Individualität. Gibt es ein Kleidungsstück für das du dich schämst? Nein. Darüber habe ich auch noch nie nachgedacht. Es hat alles, richtig kombiniert, seinen Reiz.

Text: evi-lemberger - Fotos: Evi Lemberger

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