Das Klamottenpaar der Woche: Mel und Thorsten

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Thorsten, 25, studiert Musical und überfällt gerne Zeltlager.

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Illustration: Julia Schubert

Hemd: 20 Euro, Hose: 20 Euro, Tasche: 30 D-Mark

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Armband: Geschenk von der Freundin

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Brille: 10 Euro

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Schuhe: 80 Euro, Socken: der Freundin geklaut, weil die Eigenen alle in der Wäsche sind

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Illustration: Julia Schubert

Uhr: 80 Euro Was bedeutet Mode für dich? Früher war mir Mode total egal, jetzt wird sie aber immer wichtiger. Ich studiere Musical und stehe somit immer öfters in der Öffentlichkeit. Deshalb achte ich viel mehr auf meine Kleidung als früher. Was kannst du an anderen gar nicht sehen? Leggins und am besten noch Ballerinas getoppt mit einem Prinz-Eisenherz-Pony. So laufen gerade alle Mädels herum. Das ist wie eine Uniform und null individuell. Wann waren deine Klamotten zum letzen Mal so richtig dreckig? Das ist schon eine Weile her. Dort, wo ich früher gewohnt habe, haben wir im Sommer immer ein Zeltlager von der Kirche überfallen. Der Deal war, dass man das Banner klauen musste und dann bekommt man so viele Kästen Bier, wie drauf passen. Weil das aber so eine Tradition ist, gibt es natürlich Nachtwachen und Alarmglocken und so. Beim letzten Mal hat es furchtbar geregnet und wir sind durch den Schlamm an das Zeltlager hingerobbt, damit uns niemand sieht. Ich habe danach ausgesehen wie ein Dreckklumpen und das Banner haben wir leider nicht erobert. Wie würdest du dein Einkaufsverhalten beschreiben? Ich bin derjenige, der gezielt etwas sucht, es nicht findet und dann spontan das kauft, was er damals gesucht hat. Was war dein größter Fehlkauf? Ich habe mir eine Zeit lang dauernd zu große Kleidung gekauft, in der ich total unförmig aussah. Ich bin ziemlich dünn und wahrscheinlich wollte ich das damit kaschieren. Mittlerweile weiß ich, dass es nicht besser aussieht, wenn man das Modell Kartoffelsack trägt. Auf der nächsten Seite: Mel und ihr neongrüner Puffärmel-Fehlkauf


Mel ist 24 und studiert BWL.

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Illustration: Julia Schubert

Hose: 75 englische Pfund, Pulli: 60 Euro

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Tasche: 40 englische Pfund (vom Camden Market in London, der Griff ist aus Holz), Armband: 5 Euro

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Illustration: Julia Schubert

Schuhe: 60 Euro Welche Klamotten kannst du an anderen Leuten gar nicht sehen? Dieser Typ Mädchen, die einen auf Gangster Bitch machen, geht mir total auf die Nerven. So mit goldenen Kreolen, goldenem Gürtel, schiefem Käppi und am besten noch mit diesem betont obercoolen Gang. Sorry, aber München ist wirklich nicht die Stadt, wo man glaubwürdig einen auf Ghettobraut machen kann. Das gilt im Übrigen auch für Jungs. Da ist das genauso Panne. Wie sah das häßlichste Kleidungsstück aus, das du jemals besessen hast? Ich habe mir vor ein paar Jahren einen neongrünen Kapuzenpulli mit Puffärmeln gekauft. Der war wirklich unmöglich. Ich habe ja jetzt wirklich keine besonders dunkle Hautfarbe, damit ich das tragen könnte und der Schnitt war wirklich auch blöd. An mir zumindest. Eigentlich habe ich ihn gekauft, weil er enorm runtergesetzt war. Im Nachhinein bereue ich das total, aber ich befürchte, das ist eine weit verbreitete Frauenkrankheit. Alles, was Preisschilder mit roten Rabatt-Aufklebern hat muss gekauft werden – vollkommen hirnlos. Bei dem Zeichen „Sale“ ist man glaub ich unzurechnungsfähig. Dummerweise kauft man sich dann viel zu oft Schrott, den man gar nicht braucht oder der wie der grüne Pulli einfach scheiße aussieht. Wo liegt deine preisliche Schmerzgrenze bei Klamotten? Also für einen Wintermantel würde ich schon bis zu 250 Euro ausgeben, bei Hosen sind’s vielleicht 100 Euro. Ich lege viel Wert auf Schuhe, da ist die Grenze auch recht ausbaufähig. Aber ich finde einfach, dass man seinem Fuß nichts Gutes tut, wenn man ihn in einen 10-Euro-Plastikschuh von Deichmann steckt. Die Schuhe, die ich heute trage, sind zwar schon ziemlich ausgelatscht, aber aus Leder und deshalb immer noch brauchbar. Die trage ich aber auch schon ewig. Wie viel Paar Schuhe hast du Zuhause? Eigentlich nicht so viele. 15 Paar ungefähr, denk ich. Ich hab ein Paar schwarze Leder High-heels, die passen vor allem beim Weggehen zu Allem. Das sind meine absoluten Lieblingsschuhe.

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