Das Klamottenpaar der Woche: Steffi und Gabor

Irgendwas muss man ja anziehen: Ein Mädchen und ein Junge verraten uns jede Woche, was sie anhaben und was das gekostet hat. Außerdem sprechen sie über Fehlgriffe oder darüber, was ihnen Kleider bedeuten. Sie sind unser Klamottenpaar der Woche, aber in echt nicht notwendigerweise zusammen.
michele-loetzner

Steffi ist 20 und beginnt diese Woche ihr Umweltingenieurswesensstudium.

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Illustration: Julia Schubert

Mantel: Geschenk, Strumpfhose: 2 Euro

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Stiefel: 80 Euro

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Kleid: 75 Euro

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Tasche: Geschenk

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Ring: 3 Euro Steffi, was hast du zuletzt gekauft? Einen Schirm, weil es wie aus Eimern gegossen hat. Ich bin an einem Douglas vorbeigekommen, der Schirme für sechs Euro verschleudert hat. Die bin ich gerne bereit zu zahlen, wenn ich dann halbwegs trocken nach Hause komme – auch wenn der Schirm total hässlich ist. Gibt’s etwas, das du als Nächstes dringend brauchst? Ich brauche unbedingt Handschuhe. Es ist jetzt so schnell kalt geworden und mir frieren sonst beim Radfahren die Finger ab. Wann waren deine Klamotten zum letzten Mal richtig dreckig? Im Juni auf dem Hurricane. Ich war von oben bis unten voller Schlamm, aber das ist bei Festivals ja nebensächlich und außerdem immer so. Welche Klamotten findest du bei anderen Leuten besonders schlimm? Bauchfrei ist der Horror. Das sieht nie gut aus, egal wie durchtrainiert der Bauch ist. Ebenso schlimm sind Accessoires, die Ton in Ton sind. Also goldene Ohrringe, goldene Kette und dazu goldene Ringe und goldener Gürtel und so weiter. Was war dein größter Fehlkauf? Ein Kunstledermantel. Oh Gott, an den will ich gar nicht mehr denken. Themawechsel bitte. Okay, dann erzähl, was dein bester Kauf war. Mein bester Kauf waren die Stiefel, die ich trage. Im Geschäft fand ich sie total super, zuhause dann irgendwie nicht mehr. Deshalb lagen sie ein Jahr lang im Schrank. Beim Aufräumen habe ich sie wieder entdeckt und seitdem sind es meine absoluten Lieblingsstiefel. Bei was kannst du nicht widerstehen, es zu kaufen? Ich bin eine Frostbeule, deswegen besitze ich unzählbar viele Schals. Ich kaufe jedes Mal mindestens einen, wenn ich zum Shoppen gehe. Auf der nächsten Seite: Gabor und das "Bofen".


Gabor ist 25 und studiert Buchwissenschaft.

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Illustration: Julia Schubert

Hose: 40 Euro

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Schuhe: 50 Euro

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Pulli: 30 Euro, Hemd: 15 Euro

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Uhr: Geschenk Was hast du zuletzt gekauft? Einen grünen Pulli, das war aber eher so ein Spontankauf, obwohl ich selten spontan einkaufe. Warum nicht? Ich suche lieber gezielt nach Sachen, das spart Zeit. Wann waren deine Klamotten zum letzten Mal schmutzig? Vorletztes Wochenende. Da war ich beim „Bofen“ bei mir zuhause in Sachsen. Man trifft sich mit ein paar Freunden im Wald, macht Lagerfeuer, spielt Gitarre und übernachtet in einer Höhle. Da ist natürlich am nächsten Morgen alles voller Erde. Aber das nimmt man gerne in Kauf. Was kannst du an anderen Leuten gar nicht sehen? Skaterhosen finde ich total bescheuert. Das sieht unmöglich aus und dieses ewige Plädieren auf Bewegungsfreiheit ist total beschränkt. Kein Mensch kann mit diesen Hosen rennen, ohne hinzufallen. Was war dein größter Fehlkauf? Ein Fischerhemd auf dem Flohmarkt für 15 Euro. Das ist beim ersten Waschen eingegangen, obwohl ich es mit 30 Grad gewaschen habe. Sehr schade ums Geld. Was war dein bester Kauf? Ein Norwegerpulli, auch auf dem Flohmarkt, für 20 Euro. Das war ein richtiges Schnäppchen, die sind ja normalerweise unglaublich teuer. Der war noch fast wie neu. Gibt es ein Kleidungsstück, das bei dir Erinnerungen weckt? Ich hab noch ein Sporttrikot aus der 2. Klasse, auf das mein Anfangsbuchstabe genäht ist. Ich muss dazu sagen, dass ich einen Zwillingsbruder habe, der das gleiche Trikot besitzt und uns die Lehrer nur anhand des Buchstabens auseinander halten konnten. Das Trikot ist so klein, kaum vorstellbar, dass ich da mal reingepasst habe.

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