Klamottenpaar der Woche

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Verena, 25, studiert Literaturwissenschaften in München, kommt urprünglich aus dem Rheinland.

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Illustration: Julia Schubert

Verena, magst du mir erzählen, was du da heute anhast, wo es herkommt und wie viel es mal gekostet hat? Die Schuhe sind aus Paris für 30 Euro, die Strumpfhose von Esprit für 27 Euro. Auf das Hemd bin ich besonders stolz. Das hat nämlich mal meinem Vater gehört und ich fand das so toll, weil es schon so abgenutzt aussah. Er sagte mir dann: „Mein Kind, es gibt keinen englischen Gentleman, der sein Hemd nicht vor dem ersten Tragen dem Butler zum Abnutzen gegeben hat.“ Weil ich es so mochte, durfte ich es behalten. Die Jacke ist von Rugby Ralph Lauren aus New York, muss so 130 Euro gekostet haben. Die Tasche ist von einem marrokanischem Markt, wahrscheinlich irgendeine Markenkopie. Preis habe ich vergessen, wie man sich denken kann, war sie billig. Die Handschuhe sind aus Österreich, aus so einem kleinen Alpen-Lädchen. Wie kam es zu deiner heutigen Outfitwahl? Ich wollte eigentlich nur meine neue Strumpfhose mal ausführen und eine Shorts darüber ziehen. Meine kleine modeaffine Schwester meinte aber das Hemd allein ist genug. Die gibt mir immer Modetipps. Genauso wie meine große Schwester, die ist übrigens selbst Modedesignerin und entwirft für Ralph Lauren in New York.

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Illustration: Julia Schubert

Was stellt deine Modeinspiration im Alltag dar? Bei Modeblogs bin ich noch nicht angekommen, obwohl ich das langsam mal ausprobieren will. Ansonsten das Übliche: Zeitschriften, Freunde, meine Schwestern und alles was man so auf den Strassen sieht. Und natürlich style.com. Erinnerst du dich an die erste Begegnung mit deinem modebewussten Ich? Ja, das war damals in Stockholm. Die Schweden, vor allem die Mädchen sind ja so wahnsinig gut angezogen und modebewusst, haben für jede Gelegenheit das perfekte Outfit. Ich war davon sehr beeindruckt und habe viel über meine eigene Art und Weise mit Mode umzugehen nachgedacht. Ich fand den schwedischen Stil aber durch seine Uniformität etwas langweilig und habe mir nur seine gewisse Klassik als Grundstock eingeprägt. Das ist man dann frei und kann selbst weiterentwickeln. Experimentieren, kleine Details dazudichten und so weiter.

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Illustration: Julia Schubert

Ein Modetrend, den du nicht mehr sehen kannst? Ray Ban Wayfarer Brillen und diese typischen 80er Jahre Stiefel, die irgendwann anfingen, wie verrückt aus all den Second Hand Shops zu spriessen. Die landeten dann zum Schluss an den Klischee- Juristinnen. Da will man nur noch sagen: "Oh man, Mädchen, du bist einfach zu spät!"


Fay, 23, studiert Wirtschaftsingenieurwesen in München, kommt ursprünglich aus Istanbul

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Illustration: Julia Schubert

Hey, was hast du da an und wie viel hast du dafür bezahlt? Also: Mein Trench hat 250 Euro gekostet und ist von Zagon, die Jeans 220 von Takashi, einem japanischen Designer. Den Schal gab es für 50 Euro und der ist von Imperial aus Bologna. Den will mir jeder klauen! Die Schuhe sind für 170 von Progeto. Ich liebe italienische Marken. Ach, und schreib mal noch auf, dass meine Boxershorts von Calvin Klein ist, für 20 Euro. Du legst ja schon ziemlich viel Wert auf teure Markenkleidung, was? Kaufst du auch mal billigere Sachen, wenn dir was gefällt? Nee, mach ich nicht so oft. Gute und teure Mode ist mir total wichtig.

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Illustration: Julia Schubert

Und woher nimmst du das Geld dafür? Wie jetzt? Ja, das zahlen meine Eltern natürlich. Die sehen dann halt immer an der Kreditkartenrechnung was ich mir so gekauft habe. In welchem Laden in München kaufst du denn am liebsten ein? Im „Leib und Seele“ in der Feilitzstrasse. Was ist die größte modische Geschmacklosigkeit in deinen Augen? Ganz klar: deutsche Männer. Schau dich halt mal um, wie die rumlaufen (zeigt um sich). In Istanbul und Italien ist das anders. Modischer Sinn liegt halt anscheinend in den Genen, tut mir leid, das so zu sagen, aber die werden hier halt ohne geboren.

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Illustration: Julia Schubert

Was sind denn deine modischen Vorbilder, was inspiriert dich? Italienische Mode und ganz klar: Die GQ. Kommst du jetzt mit Sushi essen?

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