Rene und Vivienne aus Berlin (heute mit Hund)

Ein Mädchen und ein Junge verraten uns jede Woche, was sie anhaben und was das gekostet hat. Sie sind unser Klamottenpaar der Woche, aber in echt nicht notwendigerweise zusammen.
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René, 27 Jahre aus Berlin, Designer & Mitarbeiter eines Secondhand-Ladens

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Illustration: Julia Schubert

Wie wichtig ist dir Mode? Für mich ist es nur ein Job. Ich finde, dass viele Designer sich viel zu ernst nehmen und denken, dass sie etwas unglaublich Wichtiges machen. Für diese Leute ist die Glamour- und Designwelt ein und alles. Ich finde, dass es Leute gibt die wirklich viel wichtigere Berufe haben. Du bist ja ziemlich ausgefallen angezogen- trägst du immer außergewöhnliche Kleidung oder trifft man dich auch mal in einer Jogginghose? Zu Hause sehe ich wie jeder Ottonormalverbraucher richtig scheiße aus. Man hat da seine Schublade mit seinen gammeligen T-Shirts und den alten Jogginghosen und so verbringt man dann schöne Tage auf der Couch. Wo kaufst du am häufigsten ein? Viel mache ich selber, dann natürlich in dem Secondhand-Laden in dem ich arbeite und Basics kaufe ich eigentlich bei H&M. Gibt es etwas, das du nicht mehr sehen kannst? Den Leoparden-Trend! Kannst du uns als Designer verraten was in den nächsten Monaten modemäßig zu sehen sein wird? Das ist eine Frage bei der jeder Designer am liebsten Amok laufen würde... (lacht) Ich denke es geht weiter in die 80er-Jahre Richtung, Taillenhosen bleiben und ich vermute, dass es etwas cleaner wird.

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Illustration: Julia Schubert

Gibt es eine peinliche Modesünde, an die du dich erinnerst? Ja, es gab sicher einiges. Was mir einfällt ist mein Jeanshemd mit Perlmuttknöpfen. Wobei das wahrscheinlich heute schon wieder tragbar wäre, aber rückblickend ist es ganz schlimm. Verrätst du uns zum Schluss noch was du trägst und was du dafür bezahlt hast? Also, die Hose ist selbst gemacht, die Schuhe sind aus dem Secondhand-Laden in dem ich arbeite und haben 30 Euro gekostet, die Jacke ebenfalls. Für sie habe ich 40 Euro bezahlt. Das T-Shirt ist von H&M und hat zehn Euro gekostet. Auf der nächsten Seite zeigt Vivienne, wo sie ihre Kleidung einkauft. Außerdem dabei: Bijou der Ladenhund.


Vivienne, 25 Jahre alt, arbeitet im Seconhand-Laden (und Bijou, Beruf: Ladenhund, trägt nur Natur pur)

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Illustration: Julia Schubert

Vivienne, was trägst du heute? Die Schuhe sind von Zara und haben 70 Euro gekostet, die Leggings von H&M für 15 Euro und das Oberteil ist secondhand für 17 Euro. Die Uhr habe ich bei Ebay gekauft, die Kette stammt vom Flohmarkt und hat fünf Euro gekostet und das Armband ist ein Geschenk. Ist das dein „normales“ Outfit oder ziehst du dich zum Arbeiten ausgefallener an als normalerweise? Nein, so sehe ich immer aus. Da mache ich keinen Unterschied. Nur wenn ich zu Hause bin trage ich irgendeine Hose und ein T-Shirt. Wie wichtig ist dir Mode? Ich finde es kommt darauf an wo man wohnt. In Berlin finde ich sie sehr wichtig, aber ich kann mir vorstellen, dass ich sie eher unwichtig fände, wenn ich in einer anderen Stadt lebte. Ist es dir nur wichtig was du selber trägst oder achtest du auch darauf was andere Leute anhaben? Darauf achte ich schon, aber nur, weil ich mich davon inspirieren lasse. Inspiration hole ich mir also auf der Straße – außerdem in Zeitschriften und auf Blogs. Was ist dein Lieblingskleidungsstück? Eigentlich habe ich keines, weil ich so viele Sachen habe, aber was ich immer trage sind diese Schuhe.

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Illustration: Julia Schubert

Welchen Trend kannst du nicht mehr sehen? Was ich nicht mag sind Strumpfhosen und darüber Shorts. Gibt es eine Jugendmodesünde? Mit 15 habe ich Pullis mit einem T-Shirt darüber getragen. Und wann hat sich dein Stil in die heutige Richtung entwickelt? Als ich vor drei Jahren nach Berlin gezogen bin. Von da an wurde es stetig besser. Hast du ein Stilvorbild? Ja, die Olsen-Zwillinge sind immer gut angezogen.

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