Das ist: Amalia Ulman, deren Instagram-Selfies ins Museum kommen

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Das ist …

... Amalia Ulman, eine junge Künstlerin, die mit einer Selbstinszenierung auf Instagram das Kunstprojekt Excellences & Perfection schuf und damit erst mal alle hinters Licht führte. Denn dass ihre Bilder, die sie auf Facebook und Instagram postete, „nur“ ein Projekt waren, hätten ihre Follower zwar erahnen können (Sie beginnt das Projekt mit diesem Foto) – haben sie aber nicht.

Die kann …

... über fünf Monate hinweg Stereotype inszenieren und geht dabei ganz schön weit. Zu Beginn ihres Projekts postet sie hauptsächlich Bilder von sich als süßes Mädchen, das gerne weiße und rosa Kleidung trägt, mit Katzen und Hasen schmust oder traurig ist, weil sie nicht mehr mit ihrem Freund zusammen ist. Dann wandelt sie sich zum sexy It-Girl, das seinen Followern stolz ein Bild von ihren frisch vergrößerten Brüsten zeigt und natürlich viel nackte Haut. Nach zwei Videos, in denen sie weinend in die Kamera schaut, folgen Bilder von einer völlig veränderten Frau, die – das ist nun der letzte Stereotyp – gerne reist und liest, natürlich Avocados isst und beim Yoga entspannt. Das letzte Bild des Projekts trägt die Überschrift „The End“.  Aufstieg, Fall und Läuterung eines Mädchens, das berühmt werden wollte - das ist die Dramaturgie, der diese Performance folgt.

Die geht …

... jetzt erst mal nach London, wo ihre Bilder im Tate Modern ausgestellt werden. Dass das erste Museum von Weltrang ihre Arbeit zeigt, hat Ulmans Performance wieder ins Gespräch gebracht. "Ist das das erste Instagram-Kunstwerk?", fragte zum Beispiel der Telegraph.  Ihre Aktion wurde aber nicht nur hochgelobt, schließlich hat sie ja doch nur Bilder von sich gepostet in dem Wissen, dass sie in Wirklichkeit ganz anders ist ­– und tun wir das nicht eigentlich alle?

 

Nur Google weiß …

... dass eine Skulptur von Ulman im Skulpturenpark Köln zu finden ist.

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