Insignien der Macht

In den meisten Jobs geht es nicht direkt darum, die Welt zu retten. Wofür kämpfen wir also? Wenn man es von außen betrachtet, dann vor allem um die kleinen, feinen Symbole, die anzeigen, wie ungeheuer wichtig man für das Unternehmen ist.
jetzt-redaktion



Wie bei jeder Immobilie kommt es beim Parkplatz nur auf drei Kriterien an: die Lage, die Lage und die Lage. Wer in einer großen Firma mehr als zehn Meter vom Eingang oder gar unter freiem Himmel parken muss, gilt als ersetzbar.  

Illustration: Julia Schubert




Wenn Hollywood-Polizisten suspendiert werden, geben sie Colt und Dienstmarke ab. Bei deutschen Arbeitnehmern ist es der Hausausweis. Und der Dongle für die Alarmanlage. Er steht für Vertrauen. Und Nachtarbeit.  

Illustration: Julia Schubert




Der Chefsessel ist eine Sitzmöbel gewordene Metapher. Ein Symbol der Macht, des Daran-Sägens, des Daran-Klebens. Dennoch gibt es einige ganz hübsche Exemplare. Aber die Regel sind sie nicht.

Illustration: Julia Schubert




 Es geht in Wellen: In grauer Vorzeit hatte ein Handy, wer ungeheuer wichtig war. Genau die Wichtigen hatten kein Handy mehr, als alle eins hatten. Heute hat jeder zwei Handys. Richtig wichtig ist, wem die Firma beide bezahlt.  

Illustration: Julia Schubert




Firmen finden es selbstverständlich, dass Angestellte zum Beispiel auf Reisen Unsummen an Geld „auslegen. Nur: Die Mitarbeiter, die ohnehin schon am meisten verdienen, kriegen für Auslagen Firmenkreditkarten.

Illustration: Julia Schubert



Text: jetzt-redaktion - Von Jürgen Stein & Roger Simon

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