Escobars Sohn prangert „28 Hirngespinste“ bei „Narcos“ an

Foto: Daniel Daza/AP

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Sebastián Marroquín sorgt sich um all jene, die die Netflix-Serie „Narcos“ verfolgen. Und um sein Land. Vor allem in dessen Namen sieht der Sohn des verstorbenen kolumbianischen Drogenbosses Pablo Escobar es als seine Pflicht an, auf die vielen Unwahrheiten in der Serie hinzuweisen. Auf Facebook hat er deshalb 28 „Hirngespinste“ der Serie „Narcos“ veröffentlicht.

Die Punkte variieren von banal bis tiefgründig. Marroquín bemängelt etwa, dass seinem Vater in der Serie der falsche Fußball-Lieblingsverein angedichtet würde. „Wenn die Drehbuchautoren nicht einmal das Lieblingsteam von Pablo kennen, wie können sie es wagen, den Rest der Geschichte zu erzählen und sie als wahr zu verkaufen?“, fragt er. 

facebook narcos

Während die erste Staffel von „Narcos“ sich fast nur mit dem Drogenbaron selbst beschäftigte, haben in der zweiten Staffel auch einige andere Charaktere eine größere Rolle – zum Beispiel Tata Escobar, wie seine Frau in der Serie genannt wird. Marroquín nimmt sie in Schutz. „Meine Mutter hat nie eine Waffe gekauft oder benutzt“, schreibt er auf Facebook. „Sie hat nicht ein einziges Mal geschossen.“

Marroquín ist schon der zweite aus der Familie, der sich öffentlich unzufrieden zeigt mit der Serie. Im Juli schickte Roberto Escobar, der Bruder des verstorbenen Drogenbosses, einen Brief an Netflix. „In der ersten Staffel waren Fehler, Lügen und Abweichungen von der wahren Geschichte“, schrieb er, und verlangte für die zweite Staffel sowohl ein Mitspracherecht als auch eine Gewinnbeteiligung. Netflix selbst hat sich zu diesen Forderungen nicht geäußert.

Auch Marroquín möchte nicht nur auf Ungereimtheiten in der Serie hinweisen. Er verweist auch auf sein Buch mit dem Titel „Pablo Escobar, mein Vater“. Das sollten demnach diejenigen lesen, die sich ernsthaft für die Wahrheit über Escobar interessierten. Auf Facebook schreibt er: „Die Langeweile, die Serie zu sehen, lässt sich dadurch vermeiden.“

Und hierum geht's ihm:

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