Pornos und Alkohol bekommt er nicht - aber ein Gewehr

Foto: pfosti / photocase

Teile diesen Beitrag mit Anderen:

Er ist 13 Jahre alt, kommt aus Virginia, spielt am Wochenende gerne Basketball und ist gerade seine Zahnspange los geworden. Jack trägt die Justin Bieber-Gedächtsnisfrisur und ist genau das, was man wohl einen durchschnittlichen amerikanischen Teenager nennt. Und deswegen tut er genau das, was ein durchschnittlicher amerikanischer Teenager tut: Er spielt in einem Youtube-Video mit. 

Jack wird vom US-Fernsehsender HBO losgeschickt, um zu testen, was er in seinem Alter so verkauft bekommt. Der Klassiker ist natürlich: Alkohol. Bier bekommt Jack nicht.  Obwohl er sogar nur die "Light"-Variante als Sixer zur Kasse schleppt. "Not happening, no", sagt die Verkäuferin und beschwert sich, dass er aussehe, als wäre er zwölf. Für einen 13-Jährigen muss diese Aussage ein harter Schlag sein. Also versucht er weiter, Erwachsenen-Sachen zu kaufen. Zigaretten bekommt Jack aber auch nicht, schon gar keine Porno-Heftchen und auch keine Rubelllose.

Aber dann. Jacks großer und ziemlich bedenklicher Moment. Er geht in einen Waffen-Laden und wird plötzlich ernst genommen. "Du solltest damit ziemlich gut schießen können", sagt der freundliche Verkäufer noch, ehe er Jack sein neues Gewehr überlässt. Legal und ohne jegliche Probleme.

HBO will mit dem Clip darauf aufmerksam machen, wie einfach es in den USA ist, an Waffen zu kommen. Nach dem Amoklauf in Orlando mit mindestens 49 Toten diskutiert das ganze Land gerade mal wieder darüber, ob die Waffengesetze schärfer sein sollten. Vielleicht sollte man den Lobbyisten, die dagegen sind, mal Jack vorstellen. Den Durchschnitts-Jungen ohne Alkohol, Zigaretten, Rubbelllosen und Pornos, der ganz easy an eine Waffe kam. 

max

Mehr zum Thema Waffen:

  • teilen
  • schließen