"Ein schwarzer Typ mit lustigem Namen wird nie Präsident"

... erklärte Barack Obama kürzlich Kanye West. Und beweist damit mal wieder Sinn für Humor.
jetzt-redaktion

Wir überlegen hier bei jetzt.de ja schon länger, ein Kanye-West-Ressort einzurichten. Das stünde dann direkt neben dem Donald-Trump-Ressort, denn beide machen in letzter Zeit sehr viel richtig: Sie reden so absurd-größenwahnsinnigen Blödsinn, dass man einfach immer wieder darüber schreiben möchte, um sich kaputtzulachen. Andererseits: Der Vorfall vom Wochenende lässt uns denken, dass beide vielleicht doch bereits zu viel Aufmerksamkeit bekommen. Da hat nämlich der US-Präsident Barack Obama persönlich sich geäußert - und nein, nicht zu Donald Trump.

Bei einer Rede in San Francisco, gab Obama nämlich Ratschläge, wie Kanye West es tatsächlich zum US-Präsidenten schaffen könnte - West hatte im August bei einem Konzert derartige Pläne für 2020 angekündigt.
http://www.youtube.com/watch?v=mhFW2dK_sxk

Obamas drei zentrale Ratschläge:
1) "Gewöhne dich daran, dass viele in deinem Umfeld sich verhalten, als seien sie Teil einer Reality-Fernsehshow" - ein klarer Seitenhieb auf Wests Frau Kim Kardashian, die seit Jahren eine Kamera ihr Leben begleiten lässt
2) "Erzähl den Leuten nichts von deiner dark twisted fantasy" - so hieß Wests fünftes Studioalbum, Obama schiebt noch hinterher, in der Politik sei sowas eher als "off-message", also als nicht parteikonforme Botschaft bekannt und Leute hätten für solche Aussagen bereits ihr Ämter verloren
3) "Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ein schwarzer Typ aus Chicago mit lustigem Namen Präsident der USA werden kann" - damit beweist Obama mal wieder Selbstironie, denn auch er lebte in Chicago und mit solchen Argumenten wurden ihm seine Chancen als Präsident abgesprochen

Die Folgen von Obamas Rede: Applaus, Bravo-Rufe aus dem Publikum. Und Kanye West? Der trat kurz darauf selbst bei der Veranstaltung auf. Gute PR-Menschen haben sie ja, der Obama und der West.

charlotte-haunhorst

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