Fragen nach Frauen und der Frisur

Donald Trump hat Twitter-Nutzer aufgefordert, ihm Fragen zu stellen. Klar, dass dabei eine Menge Kritik, aber auch eine Menge Quatsch rumkam.
jetzt-redaktion
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Illustration: Julia Schubert


Sorry, Donald, aber das hättest du wirklich vorher wissen können. Oder, um noch so einen schönen Besserwisser-Satz zu verwenden: Donald, das hätten wir dir gleich sagen können!

Was Donald Trump hätte wissen und wir ihm hätten vorher sagen können? Na, dass es ordentlich nach hinten losgehen wird, wenn er Twitter-Nutzer bittet, ihm Fragen zu stellen. Trotzdem hat er das gestern getan.

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Trump war zu Gast in der Twitter-Zentrale und versprach, in kleinen Videobotschaften auf Tweets mit dem Hashtag #AskTrump zu antworten. Am Ende beantwortete er zwölf sorgfältig ausgewählte Fragen, zum Beispiel „What is the key to success in business?“, „What can we do to help you win?“ oder „How would you fix the student debts crisis?“ Es gab aber natürlich viel mehr Fragen. Sehr viel mehr Fragen. Einen riesigen „Trump, da lassen wir uns aber nicht zwei Mal bitten“-Haufen an kritischen, spitzen, fiesen Fragen, um den Präsidentschaftskandidaturanwärter der Republikaner bloßzustellen.

Es folgt der Versuch, den Fragen-Wust in ein Korsett zu pressen, denn zumindest thematische Tendenzen waren erkennbar:

1. Natürlich, klar, wie sollte es anders sein: Thema Haare.

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2. Trump ist bekannt für seine frauenfeindlichen Äußerungen, darum: Thema Frauen.

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3. Es gehört zu Trumps politischem Programm, einen extrem harten, mitunter hetzerischen Ton gegenüber Immigranten anzuschlagen, darum wurde auch dieses Thema oft aufgegriffen.

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Besonders gerne übrigens mit dem Verweis darauf, dass er selbst von Einwanderern abstammt – und dass seine Frau aus Slowenien stammt.

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4. Der ganze Rest, gerne albern, gerne auch sehr persönlich.

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5. Vielleicht die Frage aller Fragen:

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Trump war gestern übrigens nicht der einzige, der auf Twitter zu einem „Ask me anything“ aufrief und sich damit Ärger einhandelte: Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat das ebenfalls getan (#FragNestlé) und musste sich eine Menge Fragen zur Privatisierung von Trinkwasser, der Abholzung des Regenwalds und der Umweltverschmutzung mit Nespresso-Kapseln gefallen lassen. Unterschied zu Trump: Das Social-Media-Team von Nestlé bemühte sich, fast alle Fragen zu beantworten, egal, wie harsch sie gestellt wurden.

In jedem Fall haben sowohl Trump als auch Nestlé sich ins Gespräch gebracht. Dass sie allerdings beinahe gleichzeitig ihre Fragerunden gestartet haben und man sie darum in einem Atemzug (bzw. Tweet) erwähnt, war wohl Zufall.

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Nadja Schlüter

Text: jetzt-redaktion - AP, Twitter

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