Gedenken mit Cornflakes

Ryan Gosling isst eine Schüssel Cornflakes. Wow! Was wie eine absurde Meldung klingt, hat einen traurigen Hintergrund.
jetzt-redaktion

Gestern hatten wir bereits darüber berichtet: Eine Petition fordert, dass Ryan Gosling eine Schüssel Frühstücksflocken isst. Klingt natürlich erstmal nach einer Meldung vom Spannungsfaktor "Hund beißt Mann", gleichzeitig fragt man sich unweigerlich, was denn eigentlich Goslings verdammtes Problem mit Frühstücksflocken ist? Hat er eine Gluten-Unverträglichkeit? Muss er abnehmen? Boykottiert er Cornflakes wegen mieser Produktionsbedingungen bei Cornflakes-Bauern?

Umso mehr freuen wir uns, heute die zweite Knallermeldung bringen zu dürfen: Gosling hat die Frühstücksflocken nachweislich gegessen. Hier der Videobeweis.

Der Hintergrund der ganzen Aktion ist allerdings gar nicht mehr so profan: Denn mit dem Video beweist Gosling, dass er ein mitfühlender Mensch ist. Die Flocken hat er zu Ehren des vergangenen Sonntag mit nur 27 Jahren verstorbenen Ryan McHenry gegessen. McHenry war nämlich der Erfinder des wohl bekanntesten Ryan Gosling-Memes "Ryan Gosling won't eat his cereal". Dabei hatte McHenry einige Szenen aus Gosling-Filmen zusammengeschnitten und ihm immer wieder einen Löffel voller Müsli oder Cornflakes hingehalten. Jedes Mal sieht es so aus, als würde Gosling das Essen ablehnen.

Auch als McHenry kurz darauf an Knochenkrebs erkrante, produzierte er weiterhin seine lustigen kleinen Filmchen. Sogar sein letzes Werk, ein Film Ende April, zeigt, wie Gosling wieder sein Essen verweigert.

Das Meme wurde so populär, dass bei einem Q&A zu Goslings neuem Film im April der Schauspieler sich sogar genötigt fühlte, eines klarzustellen: "I actually love cereal."

Als McHenry ihn daraufhin fragte, ob er ihm dieses Meme je verzeihen würde, war Goslings Antwort eindeutig: "No."

Nun, nach McHenrys Tod, zeigt Gosling, dass auch das "No" ein Witz war. Schließlich hat er die Schüssel ja doch noch gegessen. Im Anschluss kondolierte Gosling übrigens McHenrys Familie. Er schrieb, dass er sich freuen würde, zumindest einen kleinen Teil zu McHenrys Leben beigetragen zu haben.

 

Text: Charlotte Haunhorst

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