Handgemacht

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Wenn die Augen die Fenster zur Seele sind, dann sind die Hände zumindest mal der Blumenkasten davor. Sie verbergen, unterstreichen oder verraten, was drinnen eigentlich los ist. Sie fuchteln, winken, ballen sich zur Faust oder werden in langen Pulliärmeln versteckt. Hände sagen Hallo, Tschüss und auf Nimmerwiedersehen. Scrollen sich durch das Wissen der Welt und wischen einmal für die Partnerwahl.

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Illustration: Julia Schubert



Gesten sind, wie die Blumen vor dem Fenster, Geschmackssache. Nicht jeder findet dieselben schön, aber oft benutzt man trotzdem die gleichen (siehe das Fingerschnippen von Klasse 5 bis 7). Der Stinkefinger, die vielleicht klarste Nummer der nonverbalen Kommunikation, führt auch mal zu größeren politischen Diskussionen, wie man jüngst bei Jauch bemerkte. Klar sind Handzeichen aber nicht immer: Wenn zum Beispiel ein Harley-Fahrer einem Spanier sein „Rock On“ entgegenstreckt, prallen neben den Mentalitäten eventuell auch Fäuste aufeinander. Im Süden Europas heißt die Geste mit den zwei abstehenden Fingern: Deine Frau betrügt dich.

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Illustration: Julia Schubert



Dass man das Gefuchtel des anderen nicht immer versteht, liegt nicht nur an kulturellen Unterschieden, sondern auch daran, dass jede Generation ihre Hände anders benutzt. Statt dem Peace-Zeichen geht heute eher ein Westcoast-Finger-W, und statt übermotiviert Winken tippt der Daumen lieber ein paar Herzchen mehr ins Smartphone. Damit man zumindest im näheren Umfeld nicht den Überblick verliert, was man mit den Händen alles so machen kann, hat der Regisseur Jonas Lindström die wichtigsten Gesten in einem sehr schönen Video gesammelt. High Five, Jonas!

Text: jetzt-Redaktion - Screenshots: nowness.com

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