Fred zeltet illegal auf dem Uni-Campus, als er von der Polizei aufgegriffen wird

Die Begegnung veränderte sein Leben - zum Besseren.
Von Johannes Kuhn
Screenshot Youtube

Der 19-Jährige Fred Barley war sechs Stunden auf dem BMX-Fahrrad seines kleinen Bruders durch den US-Bundesstaat Georgia gefahren, um sich an der kleinen Universität von Barnesville rechtzeitig für sein zweites Semester einzuschreiben. 

Barley ist allerdings obdachlos - und die Studentenwohnheime dort öffnen erst im August. Statt zurückzufahren und sein Zelt in seinem Heimatort aufzuschlagen, campierte der Biologiestudent auf einem abgelegenen Teil des Uni-Geländes, um auf den Semesterbeginn zu warten.

Dort fanden ihn eines Nachts Polizisten, als er gerade von der Jobsuche kam. Als er mit erhobenen Händen auf sie zukam, nahmen sie ihn nicht fest, sondern hörten ihm zu. “Er war so verständnisvoll”, erzählte Barley einem Lokalsender von einem der Beamten, “er sagte ‘ich finde es toll, dass du das machst. Wir können nicht erlauben, dass du hier bleibst, aber ich habe einen Ort für dich.”

Die Polizisten legten zusammen und bezahlten dem Teenager zwei Nächte in einem Motel. Doch das war noch lange nicht das Ende: Die Ehefrau eines Cops postet die Angelegenheit auf Facebook, woraufhin sich die Geschichte in Barnesville und darüber hinaus herumsprach. 

Unterstützer bezahlten ihm weitere Übernachtungen, eine Pizzeria-Besitzerin stellte Barley als Tellerwäscher ein (Beförderung zum Koch nicht ausgeschlossen). Barnesvilles Bewohner schenkten ihm Schuhe, Schreibmaterial, Zahnarztbesuch und ein Fahrrad. Am Ende bekam auch die Uni Wind von der Sache und öffnete das Wohnheim für den 19-Jährigen vorzeitig.

Eine GoFundMe-Kampagne hat inzwischen sogar mehr als 180 000 Dollar für den Teenager gesammelt. “Das ist überwältigend”, bedankte sich Fred Barley in einem Facebook-Video, das seine Freundin hochlud. “ich bin total geschockt und sprachlos.” Das Geld werde er nicht ausgeben, sondern für sein Medizinstudium sparen. “Ich werde Euch über meine Noten auf dem Laufenden halten.”

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