Stellenanzeige: Ninja gesucht

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Die gute Nachricht: Erfahrung im Umbringen von Menschen muss nicht vorgelegt werden. Sie wäre sogar eher kontraproduktiv. Fitness und Akrobatik hingegen sind unverzichtbar! Die Präfektur Aichi sucht nämlich sechs Ninjas um ihren Tourismus anzukurbeln. Genauer: den „warlord tourism“. Die Region vermarktet sich nämlich als Heimat der Kriegsherren. Für den Vollzeitjob als Kämpfer gibt es 1.600 Dollar pro Monat, berichtet die BBC. Wer über 18 ist, kann sich noch bis Anfang kommender Woche auf die Stellenanzeige bewerben.

Ninjas waren japanische Kämpfer. Im Mittelalter haben sie spioniert, sabotiert und Attentate verübt. Dafür haben sie eigene Waffen entwickelt: Wurfgeschosse, Gifte und Dolche. Der moderne Ninja brauche aber keine Kampfkenntnisse, versichert die Präfektur in einer Stellungnahme

Die Bewerber sollten es allerdings genießen, im Scheinwerferlicht zu stehen, „auch wenn er oder sie ein geheimnisvoller Ninja“ sei. Zu den Aufgaben gehören nämlich Bühnenauftritte und PR-Arbeit für Radio und Fernsehen. Auch wenn die Kämpfer-Truppe manchmal englischsprachige Shows gibt, muss ein Ninja außerdem Japanisch sprechen können und sich für Geschichte und Tourismus interessieren.

Wer schon mal für seinen Job als Ninja trainieren will, sollte den Workshop der Gruppe Hattori Hanzo and the Ninjas besuchen. Am 18. März kommen die Kämpfer zur Leipziger Buchmesse. Die Gruppe kommt wohl aus der Präfektur Aichi, zumindest wurde in der Stellenanzeige auf ein Video von ihnen verwiesen:

In der Nachbar-Präfektur gibt es bereits ein Museum mit regelmäßigen Auftritten der Kampf-Akrobaten. Tatsächlich faszinieren die Ninjas auch heute noch viele Menschen. Zahlreiche Computerspiele, Mangas und Filme drehen sich um die Kämpfer. Der James-Bond-Film „Man lebt nur zweimal“ ist nur ein Beispiel dafür. Wobei man sagen muss, dass echte Enthusiasten sich eher an die „American Fighter“-Reihe mit Michael Dudikoff halten.  

 

miu 

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