Die Onanie-Verweigerer haben jetzt eine eigene Kirche

Würde Jesus darüber lachen? Oder weinen?
Foto dpa, Illustration Katharina Bitzl, Collage Jessy Asmus

Ein Mann hat seinen Job bei Google aufgegeben, um sich seiner Website zu widmen. An sich eine Nachricht, so spektakulär wie eine vom Baum fallende Kokosnuss im thailändischen Hinterland. Aber: Der Mann heißt Alexander Rhodes, ist 26, Gründer der NoFap-Bewegung - und hat jetzt  zusammen mit seinem Vater eine Kirche gekauft.   

Rhodes will Gleichgesinnten helfen. Masturbations-Verweigerern. Ja richtig, eine Kirche für Männer, die einst Porno- und Selbstbefriedigungs-süchtig waren und nun ohne leben wollen. Oder zumindest so ähnlich: Rhodes will in der Kirche keine Gottesdienste feiern, sie soll als eine Art Kommandozentrale für seine Bewegung dienen.  Rhodes sagte der New York Times: "Ich bin sehr Sex bejahend. Ich bin nicht religiös. Ich bin niemand, der Religionen unterstützt. Ich bin auch nicht gegen Religionen, aber ich unterstütze sie eben nicht. Und ich glaube absolut, wirklich an vorehelichen Sex." In der alten Kirche sieht er trotzdem ein passendes Zuhause für seine Bewegung.

Warum Rhodes und inzwischen sehr viele Anti-Masturbatoren nicht tun, was sie früher exzessiv taten, haben wir ihn schon 2014 gefragt. Hier noch mal unser Interview mit dem US-Amerikaner: 

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