On the road

Der Roadtrip steht für junges, wildes Leben. Jetzt gibt es eine Karte der berühmtesten Roadtrips der amerikanischen Literatur - zum Nachfahren.
jetzt-redaktion


Allein schon das Wort - Roadtrip. Das ist einfach alles drin, was man mit jung und frei sein verbindet. Man kann den Duft von Gummi auf einer heißen Straße förmlich riechen, die Ungeplantheit und gleichzeitig rauschartige Erfahrung, die das Wort "Trip" beinhaltet. Ein Roadtrip durch die USA, das Land der endlosen Landstraßen und Highways - das wär schon was ...

... denkt man so vor sich hin, um dann festzustellen, dass man leider das erste Mal mit diesem Wort in Berührung kommt, wenn man meist noch keinen eigenen Führerschein hat: in der Schule. Bücher wie "Travels with Charley" von John Steinbeck oder "On the road" von Jack Kerouac werden mittlerweile nämlich in jedem besseren Englischunterricht behandelt, auch Filme wie "Thelma & Louise" oder "Easy Rider" gehören in die Kategorie "Klassiker der eigenen Eltern." Nur man selbst hat halt noch kein Auto und sowieso - Amerika ist in der Schulzeit sehr weit weg. Der erste Roadtrip im eigenen Leben hat somit meistens eher etwas mit Hessen zu tun, durch das man ja immer sehr lange durch muss, wenn man irgendwo anders hin möchte.

Wenn man dann allerdings älter wird und ein bisschen Geld gespart hat, wird die Sache mit den USA auf einmal greifbar. Und für diesen Fall hat die Seite "Atlas Obscura", quasi der Lonley Planet 2.0, eine sehr detailverliebte Karte erstellt, mit denen man die berühmtesten Roadtrips der amerikanischen Literatur nachfahren kann.

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Illustration: Julia Schubert

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Darunter sind eben jene Strecken, die Steinbeck und Kerouac in ihren Romanen abfahren, aber auch moderne Routen wie die von Bill Bryson in "The lost continent" sind dabei.
 
Der erste Roadtrip wurde übrigens, wenn man Wikipedia glauben darf, von Deutschen erprobt: 1888 fuhr Martha Benz mit dem ersten patentierten motorbetriebenen Fahrzeug der Welt von Mannheim nach Pforzheim, also 106 Kilometer weit. Offiziell wollte sie dort ihre Mutter besuchen, eigentlich war es aber ein Marketing-Gag, um mehr Leute für die Erfindung ihres Mannes, Karl Benz, zu begeistern. Hat ja funktioniert.

charlotte-haunhorst


Text: jetzt-redaktion - Bild: Screenshot Atlas Obscura

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