Frau baut Unfall wegen Snapchats Geschwindigkeits-Filter

Ein Unfallopfer verklagt deswegen nun auch Snapchat.
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Illustration: Julia Schubert

Dass man sein Smartphone beim Autofahren lieber aus der Hand lassen sollte, müsste eigentlich jedem klar sein. Der Geschwindigkeits-Filter von Snapchat, mit dem man seine aktuelle Geschwindigkeit ins seine Snaps einfügen kann, scheint aber leider geradezu prädestiniert dazu, am Steuer verwendet zu werden. In den USA ist es deswegen offenbar zu einem Unfall gekommen.

Laut CNN hatte die junge Amerikanerin Christal M. versucht, mit ihrem Auto 100 Meilen pro Stunde zu erreichen und ein zugehöriges Beweisbild auf Snapchat zu posten. Dabei rammte sie ein weiteres Auto, der Fahrer erlitt ein Hirntrauma und verklagt nun nicht nur Christal M., sondern auch das Unternehmen Snapchat.

"Es handelt sich hier um einen Produkthaftungsfall, weil Snapchat ohne jegliche Warnhinweise etwas sehr Gefährliches auf den Markt geworfen hat und im Grunde genommen gesagt hat: Was auch immer passiert, passiert eben", sagte der Anwalt des Opfers in einem Statement.

Die anderen Fahrgäste hätten außerdem mittlerweile bestätigt, dass die Fahrerin zum Zeitpunkt des Unfalls den Geschwindigkeitsfilter genutzt hatte. Auch nach dem Unfall snappte sie fröhlich weiter: "Glück gehabt, noch am Leben" stand unter einem Selfie, dass sie offenbar noch im Rettungswagen geschossen hatte.

qli

 
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