Sollen wir nicht mal ...?

Immer mehr Apps wollen es Paaren abnehmen, über sexuelle Fantasien zu sprechen. Haben wir verlernt zu sagen, was wir uns im Bett wünschen?
jetzt-redaktion

"Ein sicherer, sexy Weg um zu entdecken und privat zu teilen, was dich anturnt." So stellt sich Plsplsme (Please please me) vor, eine weitere App, dieses Mal in 50-Shades-of-Grey-Fetisch-Aufmachung, mit der sich Paare mitteilen können, was sie im Bett gerne mal ausprobieren würden.

Das Ganze funktioniert wie bei Tinder: Erst, wenn beide bei "Fesseln" oder "Rollenspiele" "Ja" auswählen, wird diese sexuelle Vorliebe als erwünscht angezeigt. Gibt einer von beiden an, dass er damit nichts anfangen kann, taucht sie auch nicht auf.



Erfunden wurde Plsplsme von Grace Benett - einer Mormonin, die jungfräulich in die Ehe ging. Aufgrund ihrer sexuellen Unerfahrenheit habe sie Probleme gehabt, ihrem Partner zu sagen, was sie gerne ausprobieren würde - und umgekehrt. Mithilfe des Sex-Quizzes hätten sie dieses Problem in den Griff bekommen.

Nun kann es natürlich in einer Beziehung unangenehm sein, dem anderen zu sagen, dass man gerne mal was Neues im Bett – von der Vorliebe bis zum Fetisch – ausleben will. Aber macht eine Fragebogen-App das wirklich einfacher? Spätestens bei der Umsetzung der Fantasie muss man ja doch von Angesicht zu Angesicht darüber sprechen - wird das dann weniger schamhaft?

Zumindest scheinen das viele Menschen so zu sehen. Denn Plsplsme ist nicht die erste App, die auf diese Marktlücke ziehlt. Das deutsche Equivalent "Undercovers" wurde bereits zehntausendfach heruntergeladen.

josephine-schleich


Text: jetzt-redaktion - Screenshot: plsplsme.com

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