Das russische Verteidigungsministerium hat sich Delphine gekauft

Fünf Tümmler ziehen bis August auf die Krim, angeblich zu rein friedlichen Zwecken.
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Illustration: Julia Schubert

Russland rüstet auf – mit Tümmlern. Nachdem 2014 auf der Krim  ukrainische "Delphin-Spione" in russische Hände geraten waren, hat das Verteidigungsministerium nun offenbar den Nutzen der Tiere für sich entdeckt und in fünf junge Delphine investiert. "Alle Zähne intakt und kein Schleim aus dem Blasloch", hieß es in der öffentlichen Ausschreibung des russischen Verteidigungsministeriums, 350.000 Rubel (rund 4700 Euro) hat man sich die Tiere kosten lassen.

Den Zuschlag bekam schließlich das Moskauer Utrish Delphinarium, das sich beim Ablaufen der Ausschreibung am vergangenen Dienstag als einziger Anbieter gemeldet hatte. Bis August sollen die drei männlichen und zwei weiblichen Tümmler auf die Krim geliefert werden. Dort befindet sich ein ukrainisches Delphin-Trainingscenter aus Sowjetzeiten, das sich wie der Rest der Halbinsel seit 2014 unter russischer Kontrolle befindet.

Delphine wurden laut Militärexperten besonders im Kalten Krieg zu Detektoren von Minen, Torpedos oder sogar zur Sabotage feindlicher Schiffe trainiert. Die USA arbeiten daneben auch mit Seelöwen.

Laut NBC hat Russland allerdings beteuert, ihre Delphine nicht für militärische Zwecke einsetzen zu wollen. Glauben wir gerne, Delphine sind ja schließlich so niedlich, dass selbst einem Wladimir Putin das Herz aufgeht:

qli
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