US-Student korrigiert Entschuldigungsbrief seiner Ex wie eine Schularbeit

Und wird für die saublöde Aktion auch noch gefeiert.

Eine junge Frau erzählt ihrem Freund, dass sie mit ihrer besten Freundin in einen Vergnügungspark geht. Nick, so heißt der Freund, findet später raus, dass die beste Freundin in Wirklichkeit ein anderer Kerl ist. Daraufhin beendet Nick die Beziehung - so stellt er es zumindest heute dar. Acht Monate seien sie zu diesem Zeitpunkt etwa zusammen gewesen, bereits nach vier Monaten habe sie angefangen, ihr Handy zu verstecken und Jungs in ihrem Telefonbuch unter Spitznamen einzuspeichern. 

Bislang kennt man die Geschichte nur aus der Sicht des 20-jährigen US-Studenten Nick, der sie der BBC erzählte. Und das hat einen Grund: Als Reaktion auf die Trennung schrieb die anonyme Ex-Freundin Nick einen mehrseitigen Brief. Darin entschuldigt sie sich offensichtlich von Herzen und mit ehrlichen Worten. Nick wiederum hatte allerdings nichts Besseres zu tun, als sie öffentlich bloßzustellen. Er korrigiert ihren Brief im Stil eines Lehrers mit Rotstift und postet Fotos davon auf Twitter, wo sie seitdem viral gehen. "Wenn deine Ex dir einen Entschuldigungsbrief schreibt, du ihn bewertest und dann zurückschickst", hat er dazu geschrieben.

„Das ist die einzige Möglichkeit, wie ich dich erreichen kann“, beginnt sie ihren Brief. Die beiden haben seit dem Schlussmachen nicht mehr miteinander geredet. Er ignoriert ihre Anrufe und Text-Nachrichten. „Ich habe dich für selbstverständlich gehalten“, schreibt sie. „Ich flehe dich an: Komm zurück.“ Und: „Ich bin für meinen Teil gescheitert.“ Seine Reaktion: Er kritzelt mit Rot an den Rand: „Wie? Ich brauche hier eine Begründung.“

Oder später, da beteutert sie: „Wenn es eine Sache gibt, die ich dir nie angetan habe – egal ob du mir glaubst oder nicht – ich habe dich nie betrogen.“ Und was kritzelt er daneben? „Starke Hypothese. Keine belegenden Details.“  

Mehr als 300 000 Herzchen hat Nick für seine Arsch-Aktion auf Twitter gesammelt, mehr als 100 000 Mal wurde sie retweetet. Medien aus aller Welt berichten – die meisten davon feiern ihn für seine „ungewöhnliche“ Retourkutsche. Viele der mehr als 1000 Kommentare unter seinem Post gehen in die selbe Richtung. Es gibt sogar Menschen, die auf weitere Fehler in dem Brief hinweisen. „Ich habe ein bisschen ein schlechtes Gewissen, aber gleichzeitig glaube ich kein Wort aus dem Brief“, erzählt er. „Sie hat mich schon früher angelogen. Mir kommt dieser Brief wie ein neuerlicher Versuch vor, mich dumm da stehen zu lassen.“

Genau das tut er aber mit seiner Ex-Freundin. Er lässt sie super dumm da stehen. Als Beurteilung schreibt er auf die vierte und letzte Seite des Briefes: "Du solltest aufhören, dir selbst zu widersprechen. Ich erkenne deine Geste an, aber ich würde Details statt Behauptungen bevorzugen." Als Note gibt er ihr deshalb eine 4-.

Was genau er mit der Aktion eigentlich bezweckt hat, bleibt offen. Zur BBC sagt Nick zwar, er bereue es zwar schon, den Brief öffentlich gepostet zu haben. Es sei aber ja alles nur ein Joke für seine Kumpels gewesen. Dass er sich bei seiner Ex-Freundin entschuldigt, ist übrigens nicht zu erwarten. „Ich habe nicht vor, in nächster Zeit mit ihr zu sprechen.“ 

max

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