Didelitit-Didelde-di

Ein Nachruf auf Peter Lustig – in Sätzen, die es wirklich braucht.
Aus der jetzt-Redaktion
peter lustig credits imago united archives
Foto: Imago

Seit ich Peter Lustig das erste Mal gesehen habe, wollte ich in einem Bauwagen leben. Mit Regenrinne und so.

Bester Satz von ihm war sowieso: "Jetzt kommt ja eh nichts mehr, also abschalten." Weil die Kinder lieber rausgehen sollten. Die Welt entdecken.

Peter Lustig war also schon auch schuld, dass ich als Kind nur eine halbe Stunde am Tag fernsehen durfte.

Wie hieß noch mal der Nachbar?

Paschulke hieß der! Der alte Spießer.

Und wie dieser sprechende Gitarren-Roboter?

Stammt "klingt komisch, ist aber so" jetzt von dem, oder ist das aus der Sendung mit der Maus?

Aber das hat der doch nie wirklich gesagt, oder? So wie "Beam me up, Scotty!" nie jemand gesagt hat!

Alter, der WAR ganz am Anfang doch bei der Maus! "Peter und Atze" hießen die Einspieler.

"Atze" war damals bestimmt auch noch anders besetzt.

Wenn man sich den noch mal vor Augen führt, merkt man erst, wie wack dieser Löwenzahn-Song von Sido ist …

Warum habe ich jetzt eigentlich das Gefühl, dass eine echte Autorität weg ist?

Die sanfte Stimme von dem, die war das! Deshalb hat man ihm das alles so abgenommen!

 

Funfact: Der war verantwortlich für den Ton der Filmaufnahme von John F. Kennedys "Ich bin ein Berliner"-Rede! Gelernter Rundfunktechniker war der nämlich ursprünglich.

 

Irgendwie fand ich den auch unheimlich. Ich mein, so nett kann doch kein Mensch wirklich sein!

 

Privat mochte der ja angeblich keine Kinder, gell?

 

Und Latzhosen?

 

Müsste man mal die Bibi-Blocksberg-Erfinderin fragen. Die war mal mit ihm verheiratet.

 

Also, meine Kinder sollten das schauen.

 

Lief Löwenzahn eigentlich noch?

 

"Didelitit-Didelde-di!"

 

Die beste Veräppelung von Peter Lustig kommt von keinem geringeren als Harald Schmidt: Löwenharn!

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