Junge Leute sind weniger anfällig für Fake News als ältere

Eine Studie zeigt: Die amerikanischen Baby Boomer fallen besonders häufig auf fragwürdige Facebook-Posts rein.

Foto: Photocase Bearbeitung: jetzt

„Fake News“ tauchen vor allem bei Facebook immer wieder auf: bewusst falsche oder irreführende Inhalte, die sich als seriöse Nachrichtenartikel ausgeben. Mal sollen sie unterschwellig unsere politische Meinung beeinflussen, mal einfach nur Klicks und damit Werbeeinnahmen generieren. Aber wer fällt auf solche Fake News rein und verbreitet sie im schlimmsten Fall auch noch weiter, ohne nachzudenken? Eine Studie hat jetzt die Antwort darauf gegeben: Es sind vor allem die Baby Boomer, also die Eltern und Großeltern der Millennials.

Die Studie der Princeton University und der New York University kommt zu dem Schluss, dass über 65-Jährige sieben Mal häufiger Fake News auf Facebook teilen als unter 30-Jährige – zumindest in den USA. Grund dafür könnte die Unerfahrenheit der älteren Generation im digitalen Raum sein. Um herauszufinden, womit das Teilen von Fake News zusammenhängt, haben die Wissenschaftler das Teil-Verhalten von 3500 Personen während des US-Wahlkampfs 2016 untersucht. Also in genau dem Zeitraum, in dem die Fake-News-Debatte Fahrt aufgenommen hat.

Tendenziell neigen laut der Studie eher konservative Wähler*innen – also vor allem Trump-Unterstützer*innen – zum Teilen von Fake News. Am auffälligsten sei aber der Alterszusammenhang, mehr noch als Ideologie, Bildung oder Parteizugehörigkeit: Elf Prozent der über 65-Jährigen haben dementsprechend Fake-News-Artikel geteilt. Im Vergleich waren es nur drei Prozent der 18- bis 29-Jährigen.

Die gute Nachricht: Insgesamt haben die Facebook-Nutzer*innen, deren Profile die Wissenschaftler ausgewertet haben, seltener Fake News geteilt als befürchtet.

fsk

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