Die meisten Produkte in Trumps Webshop sind „Made in China"

Passt nicht ganz zu den Strafzöllen gegen China, findet Jimmy Kimmel.

Diese Woche machte Donald Trump wieder von sich reden, weil er Strafzölle gegen die EU und gegen China durchsetzen möchte. Sein Ziel: die US-amerikanischen Firmen unterstützen. Die von den Strafzöllen betroffenen Länder finden die Aktion nicht so amüsant und machen Trump klare Ansagen – China droht seit gestern sogar damit, einen echten Handelskrieg eskalieren zu lassen.

Aber anscheinend ist Trump das Thema Inlandsproduktion doch nicht so wichtig, wie er sagt – vor allem, wenn es um seine eigenen Produkte geht. Und wer hat diese Erkenntnis ausgepackt (im wahrsten Sinne des Wortes)? Jimmy Kimmel. 

Der hat nämlich in seiner Late-Night-Show am Mittwochabend gezeigt, was man alles in Trumps Online-Shop bestellen kann: die Trump-Cap, Golf-Gadgets, aber auch so sinnvolle Sachen wie eine pinke Bandana mit „Trump“ drauf. Alles schön und gut, wäre da nicht folgendes Problemchen: Die Cap ist „Made in China“, die Kaffeetasse „Made in Thailand“ und ein Babylätzchen „Made in Peru“ – lediglich ein Golfschlägerüberzug ist zwar „Made in China“, aber dafür „Decorated in the USA“. Wie war das noch mal mit dem Unterstützen der US-amerikanischen Wirtschaft?

Dann aber wird’s so richtig blöd für Trump. Zwei Produkte, die Kimmel auspackt, sind ganz ohne „Made in...“-Aufschrift. Versteht man gar nicht, wenigstens auf den Goldbarren hätte man doch draufschreiben können, dass er nicht in den USA ausgegraben wurde (das andere ist die pinke Trump-Bandana. Wir sind uns gar nicht sicher, ob wir überhaupt wissen wollen, wo die herkommt). Unpraktisch allerdings: wenn man auf einem Produkt nicht die korrekte oder gar keine Herkunft angibt, dann kann das Strafen von bis zu 500.000 US-Dollar pro Produkt nach sich ziehen. So steht das auf der Website der Zoll- und Grenzschutzbehörde der USA.

Jimmy Kimmel freut sich diebisch über seine Entdeckung und weist noch darauf hin, dass die Trumps von ihrem Fehler bestimmt einfach gar nicht wussten. Sein Ausweg: Er verkündet, dass er eine offizielle Beschwerde gegen die Firma einreichen werde, damit man sich ganz formell mit dem Problem beschäftigen kann.

evvr

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