Die meisten Produkte in Trumps Webshop sind „Made in China"

Screenshot: Youtube

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Diese Woche machte Donald Trump wieder von sich reden, weil er Strafzölle gegen die EU und gegen China durchsetzen möchte. Sein Ziel: die US-amerikanischen Firmen unterstützen. Die von den Strafzöllen betroffenen Länder finden die Aktion nicht so amüsant und machen Trump klare Ansagen – China droht seit gestern sogar damit, einen echten Handelskrieg eskalieren zu lassen.

Aber anscheinend ist Trump das Thema Inlandsproduktion doch nicht so wichtig, wie er sagt – vor allem, wenn es um seine eigenen Produkte geht. Und wer hat diese Erkenntnis ausgepackt (im wahrsten Sinne des Wortes)? Jimmy Kimmel. 

Der hat nämlich in seiner Late-Night-Show am Mittwochabend gezeigt, was man alles in Trumps Online-Shop bestellen kann: die Trump-Cap, Golf-Gadgets, aber auch so sinnvolle Sachen wie eine pinke Bandana mit „Trump“ drauf. Alles schön und gut, wäre da nicht folgendes Problemchen: Die Cap ist „Made in China“, die Kaffeetasse „Made in Thailand“ und ein Babylätzchen „Made in Peru“ – lediglich ein Golfschlägerüberzug ist zwar „Made in China“, aber dafür „Decorated in the USA“. Wie war das noch mal mit dem Unterstützen der US-amerikanischen Wirtschaft?

Dann aber wird’s so richtig blöd für Trump. Zwei Produkte, die Kimmel auspackt, sind ganz ohne „Made in...“-Aufschrift. Versteht man gar nicht, wenigstens auf den Goldbarren hätte man doch draufschreiben können, dass er nicht in den USA ausgegraben wurde (das andere ist die pinke Trump-Bandana. Wir sind uns gar nicht sicher, ob wir überhaupt wissen wollen, wo die herkommt). Unpraktisch allerdings: wenn man auf einem Produkt nicht die korrekte oder gar keine Herkunft angibt, dann kann das Strafen von bis zu 500.000 US-Dollar pro Produkt nach sich ziehen. So steht das auf der Website der Zoll- und Grenzschutzbehörde der USA.

Jimmy Kimmel freut sich diebisch über seine Entdeckung und weist noch darauf hin, dass die Trumps von ihrem Fehler bestimmt einfach gar nicht wussten. Sein Ausweg: Er verkündet, dass er eine offizielle Beschwerde gegen die Firma einreichen werde, damit man sich ganz formell mit dem Problem beschäftigen kann.

evvr

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