Russian military guard Trump's star on Hollywood Blvd

Rund eine Woche ist vergangen, seitdem Donald Trumps Stern auf dem Walk auf Fame (wieder) zerstört wurde. Der 24-jährige Trump-Gegner Austin Clay schlug mit einer Spitzhacke auf ihn ein und stellte sich danach der Polizei. Seine Kaution zahlte in einem solidarischen Akt ausgerechnet der Mann, der Trumps Stern bereits 2016 mit einer Spitzhacke attackiert hatte.

Gerade weil die beiden Zerstörungen bei vielen Leuten im Netz gut ankamen, dürften Unterstützer und Freunde Trumps sich langsam dazu berufen fühlen, die Auszeichnung ihres Präsidenten auf dem Walk of Fame vor Nachahmern schützen zu wollen. Eine Annahme, die gleichzeitig eine Steilvorlage ist: Denn man muss sich schließlich fragen, wer sie denn nun eigentlich sind, Trumps beste Freunde?

Ein Schauspieler-Duo beantwortet diese Frage mit einer kleinen Darbietung: Als russische Soldaten verkleidet bewachten sie vor einigen Tagen den Stern Donald Trumps. In den Händen hielten sie die russische Flagge, während sie selbst strammstanden. Die „Soldaten“ verharrten dort während der ganzen Zeit der Reperaturarbeiten und des Aushärten des Zements.

Der Late-Night-Talker Jimmy Kimmel zeigte Foto- und Videomaterial von der Aktion in seiner Show. Zusammen mit dem Spruch: „Das tun Kameraden halt füreinander!“ Die Identität und Motivation der Schauspieler konnten bisher nicht geklärt werden.

Mit der Aktion spielen die Verantwortlichen aber aller Wahrscheinlichkeit nach auf den Skandal um die Präsidentschaftwahl 2016 an, in die sich russische Hacker erwiesenermaßen eingemischt hatten. Es heißt, ihr Regierungschef Putin habe großes Interesse daran gehabt, dass Trump US-Präsident würde, weil er diesen für leichter manipulierbar hielte als dessen Konkurrentin Hillary Clinton. Bei einem Treffen zwischen Trump und Putin äußerte sich der US-Präsident nun tatsächlich sehr wohlwollend gegenüber dem russischen Präsidenten. Weil er damit den eigenen Geheimdiensten in den Rücken fiel, gibt es seitdem Protest gegen den „Verräter“ Trump.

Im Netz reagieren die meisten Nutzer amüsiert auf die Aktion. Auch, wenn viele von ihnen sich fragen: „Versteht der Präsident überhaupt, dass das satirisch gemeint ist?“

lath

Was vorher geschah: