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Seehofer hat in einer parteiinternen Sitzung am Abend in München seinen Rücktritt als CSU-Chef angekündigt. Ob er das wirklich tun wird?

Foto: Reuters/Fabrizio Bensch

„Soll ich's wirklich machen oder lass ich's lieber sein? – Jein!“ Diesen vermutlichen inneren Konflikt von Horst Seehofer beschrieben Twitter-Nutzer schon im Juli, als er nach der Krise in der Groko wegen der Flüchtlingsfrage erst seinen Rücktritt als Option anbot – und dann, nachdem alle ganz begeistert von der Vorstellung waren, doch bleiben wollte. Nun will der CSU-Vorsitzende und Innenminister wohl aber wirklich gehen. Also, das berichten Medien zumindest... Die Menschen im Netz sind sich da allerdings noch nicht so sicher.

Viele spotten deshalb über das Hin-und-Her des CSU-Vorsitzenden, das mittlerweile ja schon fast als Show-Programm zu verstehen sei.

Sie bitten die Medien, das nächste Mal doch erst Bescheid zu geben, wenn Seehofer tatsächlich weg ist.

Gleichzeitig fordern andere mit dem Hashtag #diesmalaberwirklich, dass Seehofer, nun ja, diesmal aber wirklich geht.

Viele ermutigen Seehofer deshalb und fordern: „Zieh durch, Horsti!!!“

Aber was, wenn gar nicht an Seehofer liegt, dass es mit dem Rücktritt einfach nicht klappen will? Wenn er nur ein Opfer seiner Zeit ist?

Dieser Gedanke wird von den meisten schnell verworfen. Stattdessen wird spekuliert, was Seehofer seit so langer Zeit davon abhält, zurückzutreten. Die vorläufige Antwort: Der CSU-Vorsitzende traut sich wohl einfach nicht.

Einige wenige wären aber auch enttäuscht, wenn Seehofer sich bald verabschieden würde. Ihre Sorge: Satiriker hätten jetzt weniger thematische Auswahl.

Es gibt letztlich aber auch solche, die wirklich darauf vertrauen, was die Medien ankündigen. Sie glauben, dass Seehofer sich diesmal wirklich, wirklich, wirklich zurückziehen will. Und freuen sich über den vermeintlichen Geistesblitz des Innenministers – obwohl er natürlich auch ein „Horst Case Scenario“ bedeuten könnte.

Tatsächlich räumt Horst Seehofer aber schon am Montagmittag ein, dass er gerne weiterhin Innenminister bleiben will – selbst wenn er den CSU-Vorsitz abgeben würde.

Viele Twitternutzer fühlen sich dadurch in ihren Vorahnungen bestätigt. Und genießen auch Seehofers angekündigten Rücktritt vom CSU-Vorsitz mit Vorsicht. Wie und wann der vollzogen werden soll, ist schließlich noch ungewiss.

lath

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