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„Nein, das ess ich nicht“

Twitter macht Merkel zur Mutti des kleinen Donald beim G7-Treffen.

Der diesjährige G7-Gipfel in Kanada war kein leichter. Schließlich scheint die USA mit ihrem Präsidenten Donald Trump ganz andere Interessen zu verfolgen als die sechs anderen beteiligten Mächte. In den Tagen vor dem Treffen las man deshalb in den Medien, man müsse den Gipfel eher als ein Treffen der G6 mit der G1 Donald Trumps verstehen. Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Japan und das Vereinigte Königreich kündigten schließlich an, harte Kante gegenüber den USA zeigen zu wollen.

Ähnliches suggerieren auch die Bilder, die inzwischen vom Gipfeltreffen im kanadischen La Malbaie verbreitet werden. Besonders eines scheint vielen Menschen symbolisch für den Ablauf des Treffens: Während Donald Trump darin mit verschränkten Armen auf einem Stuhl sitzt und offenbar halb amüsiert, halb abwesend vor sich hin starrt, stehen ihm seine eigentlichen Bündnispartner gegenüber und neigen sich Trump in offensiver Haltung entgegen. Besonders Angela Merkel sieht auf diesem Bild aus, als würde sie Trump gerade Parole bieten. Oder eher ganz mütterlich eine Standpauke halten – so zumindest interpretieren es die Twitter-Nutzer.

So lustig die Interpretationen des Bildes auch sind, so umstritten bleibt das Bild. Einige Twitter-Nutzer weisen nämlich auch darauf hin, dass es von der gezeigten Situation mehrere Aufnahmen gibt – und sie aus jedem Winkel anders wirkt. 

Am Ende sind deshalb viele User genervt ob des Hypes um die „Mutti Merkel schickt Söhnchen Donald gleich ins Bett“-Interpretationen. Auch, weil die Realität dann doch anders aussieht.

Denn Donald Trump hat sich offensichtlich wenig von Mutti Merkels vermeintlicher Standpauke beeindrucken lassen. Drei Stunden nachdem sich die G7 auf eine Abschlusserklärung geeinigt hatten, zog Trump sein Ja per Tweet aus der Air Force One schon wieder zurück.

Angeblich nicht, weil er – wie Nutzer auf Twitter vermuten – beleidigt sei oder Angela Merkel ihn zu streng behandelt habe. Grund sei Justin Trudeaus Verhalten. Er habe falsche Aussagen bei der Pressekonferenz gemacht.

Am Ende wird die zuvor symbolisch eingesetzten Formel G6+G1 also irgendwie sehr real. Da hilft wohl auch die neueste Interpreation des Bildes nichts mehr – auch wenn der Tipp vielleicht nützlich gewesen wäre.

lath

Ähnliches von Merkel und Trump: