Das Pop-Poesiealbum mit Sepalot

Weil seine Gefühle für ein Mädchen nicht erwidert wurden, begann Sepalot mit 14 eine Beziehung mit seinem Skateboard. Was seine Eltern darüber dachten und wovor er am meisten Angst hat, das hat er in unser Poesiealbum geschrieben.
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Name: Sepalot / Sebastian Weiss
Spitzname: Seb
Alter: 39
Job: Musik

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Illustration: Julia Schubert


Früher wollte ich aussehen wie: Christian Hosoi. Skateboarden war einfach das Ding, da gab es nichts anderes für mich, und Christian Hosoi war mein Skateboard-Popstar.
Stattdessen sah ich aus wie: Dr. Murray „Boz“ Bozinsky von “Trio mit vier Fäusten”
Wenn ich heute in den Spiegel schaue, sehe ich: Mich, und ich schaue ganz gerne in den Spiegel.
Ich gehöre auf die Bühne, weil: Musik zu teilen meine Leidenschaft ist.
Außer Musik kann ich auch noch: sehr gut kochen und genau so gut essen.
Das kann ich noch nicht, würde ich aber gerne können: singen.
Meine Eltern haben mir beigebracht, dass: es sich lohnt weit nach vorne zu schauen und einen langen Atem zu haben.
Sie waren stolz auf mich, als: sie zum ersten Mal einen Konzertmitschnitt von uns im TV gesehen haben. Vorher war es immer eher so: „Mensch Junge verschwende doch nicht deine Zeit.“
Sie waren enttäuscht von mir, als: ich mit 25 immer noch auf dem Skateboard stand.
Das erste Mal verliebt war ich: mit 14. Wahrscheinlich wurden meine Gefühle nicht erwidert, und so wurde das Brett mit 4 Rollen mein Partner. Wir führten eine lange und intensive Beziehung. Wir sind jetzt nicht mehr richtig zusammen, verstehen uns aber noch sehr gut.
Das letzte Mal gelogen habe ich: heute.
Noch nie habe ich: gelogen.
Mein größter Triumph: meine zwei Kinder. Familie, und danach kommt erstmal ganz lange nichts.
Mein größter Fehler: Ich hätte schon viel früher viel mehr reisen sollen.
Mein größter Traum: Ich will mal am Meer leben. Je früher, desto besser.
Meine größte Angst: Pizza mit Analogkäse und Enzymfleisch.
Wenn ich eine 4-er-WG gründen dürfte, dann zusammen mit: Ich wohne schon in einer 4-er-WG mit meiner Familie. Die 5-er-WG, die ich mit der Band hatte, reicht für ein ganzes Leben.
Wenn mein Leben verfilmt würde, trüge das Werk den Titel: „Beats, Love and Life“
Wenn ich mir einen Satz tätowieren dürfte, dann: „1+1=4“

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