Rap Rendezvous. Wir hören neue Platten mit Thomas D

Einmal im Monat plaudern wir mit einem Vertreter aus dem HipHop-Kosmos über aktuelle Rap-Veröffentlichungen
daniel-schieferdecker


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Illustration: Julia Schubert



Als Teil der Fantastischen Vier war Thomas D einer der ersten, der Rap in deutscher Sprache über die elaborierten Szene-Zirkel hinaus einem breiten Publikum nähergebracht hat – und somit maßgeblich daran beteiligt war, dass HipHop in Deutschland überhaupt so groß werden konnte, wie er es heutzutage ist. Obwohl die Fantas mittlerweile kaum noch als Rap-, sondern vielmehr als Pop-Band wahrgenommen werden, tut das ihrer Liebe für das gesprochene Wort allgemein und Sprechgesang im Speziellen keinen Abbruch. Vor allem Thomas D hat trotz seines weitgefächerten Musikgeschmacks nie den Bezug zu der Kultur verloren, die ihn groß gemacht hat. Im Dezember ist er wieder mit den Fantastischen Vier auf Tour und hat dort sicherlich auch den einen oder anderen Deutschrap-Klassiker im Gepäck.  

http://www.youtube.com/watch?v=Ui1QBsUBC0Y


Aber jetzt geht es los mit dem Rap Review Rendezvous und:

Jay-Z & Kanye West – "Watch The Throne"

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Illustration: Julia Schubert


Jay-Z & Kanye West sind zwei der größten HipHop-Künstler des Planeten – entsprechend vorfreudig wurde die Platte erwartet. Konnten die Beiden die hohen Erwartungen erfüllen?
Ja – das Album ist aber ein „Grower“ und braucht ein paar Durchläufe, um seine Pracht vollends zu entfalten. Ich dachte eigentlich, es müsste sofort einschlagen wie eine Bombe, aber ich habe tatsächlich ein bisschen gebraucht, bis es mich richtig gepackt hat. Irgendwann habe ich aber einzelne Zeilen oder Melodien nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Wahrscheinlich zeugt genau das von der Genialität dieses Albums; dass es sich mir nicht direkt beim ersten Durchhören voll und ganz erschlossen hat.  

Kannst du in Worte fassen, warum die Platte bei dir irgendwann doch noch ihre Wirkung entfaltet hat?
Es ist ja so: Irgendwann haben gesungene Refrains in der amerikanischen Rap-Musik Einzug erhalten, und diese Platte zeigt eindrucksvoll, wie man diese Refrains mit geilen Raps kombiniert. Auf diese Weise bekommen die ganzen „Normalos“ ihre poppigen Mitsing-Refrains, die ins Ohr gehen und die Hardcore-Heads können sich an der Reimtechnik und den schönen Bildern in den Strophen erfreuen. Auf der Platte ergänzt sich das alles grandios, die Übergänge sind fließend und die Gäste harmonieren wunderbar miteinander. 

http://vimeo.com/28645277

Ein Journalisten-Kollege hat über den Ansatz der Platte geschrieben: „Zwei gealterte Männer klopfen sich auf die Brust - und inszenieren das Ganze als Rockoper.“ Ist dieses Statement für dich nachvollziehbar?
Ich weiß auf jeden Fall, was gemeint ist. Aber man darf bei Künstlern wie Jay-Z und Kanye West keine Weisheiten erwarten. Wenn man vertonte Philosophie hören will, ist man bei den Beiden schlichtweg falsch. Außerdem geht es im Rap doch häufig um vertontes Auf-die-Brust-Geklopfe. Aber mal ehrlich: Wenn jemand lauthals und berechtigt verkünden kann, dass er es geschafft hat, dann doch wohl Kanye West und Jay-Z.  

Kanye ist ein Meister darin, aus einem einzigen Sample ganze Songs zusammenzustricken – das hat er auch auf dieser Platte wieder bewiesen. Liegt darin da große Geheimnis seiner Produktionen?
Ich habe mal gelesen, dass Kanye einmal tagelang versucht hat, einen Bass für einen Beat zu finden – vier Tage am Stück hat er dazu den Loop gehört, bis er irgendwann den passenden Basslauf hatte. Und diese Perfektion kann man hören. Auf dieser Platte ist kein Geräusch zu viel oder bloß zufällig da – das ist wahnsinnig ausgefuchst.


Grieves – "Together/Apart"  

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Illustration: Julia Schubert


Der Albumtitel gibt es bereits vor – auf dem Konzeptalbum geht es vor allem um das Aufarbeiten der inneren Zerrissenheit und die Erkenntnis von der Dualität der Dinge. Das ist doch sicherlich etwas, das du als „Reflektorfalke“ nachvollziehen kannst, oder?
Klar. Ich mag die Themen, mit denen er sich beschäftigt. Aber die Platte geht nicht so richtig auf. Mir fehlt da was. Die hält sich zu sehr auf in ihrem Gefühl der Introvertiertheit und schafft es nie, mal daraus auszubrechen. Die Platte wird niemals richtig groß, und das ist mir auf Albumlänge einfach zu wenig. Das hat sicherlich seine Berechtigung, wird mir nach drei, vier Stücken aber zu eintönig. 

Die Musik von Grieves wird häufig mit Emo-Rap umschrieben. Ist das eine Begrifflichkeit, mit der du etwas anfangen kannst?
Ja, das finde ich ziemlich zutreffend. Das ist zwar nicht depressiv, aber sehr nachdenklich. Mir fehlt da aber eine Spur Größenwahn. Grieves macht keine Musik fürs Auto, sondern eher für ein verdunkeltes Zimmer bei Kerzenschein und einem Glas Rotwein.  

 

Grieves hat für den Song „Sunny Side Of Hell“ das Stück „Sunny“ von Bobby Hebb verwendet, einen der am häufigsten gecoverten Songs der Popgeschichte. Ist es nicht „gefährlich“, einen solchen Song zu benutzen, weil es schnell ausgelutscht klingen könnte, weil man ihn bereits zu oft gehört hat?
Samplen ist eh so ein Thema: Ich habe zum Beispiel gehört, dass Kanye West allein 14 Leute eingestellt hat, die für ihn Samples suchen. Die treffen sich dann jede Woche und jeder von diesen 14 Leuten bringt seine Top-5-Samples mit an den Tisch. Das ist ja Wahnsinn – eröffnet ihm aber natürlich die Möglichkeit, permanent auf großartiges Material zurückgreifen zu können, das er jedoch häufig sehr bruchstückhaft und krumm einsetzt. Wir bei den Fantas sind fast vollkommen davon weg und spielen die Sachen im Zweifelsfall lieber nach oder verändern sie – wir wollen eben auch gerne etwas Eigenes schaffen. Grieves hingegen hat „Sunny“ sehr offensichtlich und 1:1 gesamplet. Mir fehlt da die Eigenständigkeit, das Neue, das Innovative. Grieves benutzt lediglich den Ruhm und den Bekanntheitsgrad des Original-Stücks, und das finde ich ein wenig schwach.




Wu-Tang Clan – "Legendary Weapons"  

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Illustration: Julia Schubert


Bei Veröffentlichungen vom Wu-Tang Clan denkt man in der Regel an Instrumentals von RZA. Auf dieser Platte ist er zwar Executive Producer, die Beats stammen aber allesamt von anderen Leuten. Schlimm?
Mich hat das von der Instrumentierung her ein bisschen an das letzte The Roots-Album erinnert – und das fand ich ganz großartig. Von den Samples her ist der Wu-Tang Clan ähnlich soulfull wie die Roots, doch während bei den Roots sehr introvertierte Raps dazukommen, hört man beim Wu-Tang Clan mehr Gefährlichkeit heraus. Die Raps werden außerdem sehr oldschool vorgetragen, da hat sich in den vergangenen Jahren nicht viel getan – und mir hat das noch nie sonderlich gefallen.  

Auf den Songs sind selten mehr als zwei Wu-Tang-Mitglieder auf einem Track zu hören, Method Man ist lediglich auf einem Stück vertreten und Masta Killa und GZA überhaupt nicht. Das stört dich dann vermutlich auch nicht sonderlich, oder?
Nein. Wie gesagt: Ich war noch nie ein großer Wu-Tang-Clan-Fan. Ich habe mir zwar immer mal wieder was von denen angehört, musste aber jedes Mal feststellen, dass mir das zu bissig ist.  

http://www.youtube.com/watch?v=XXofNQQLrQ8[/link]  

Die Marke „Wu-Tang“ ist eine der stärksten im gesamten HipHop-Kosmos. Wie wichtig ist es heutzutage, sich als Künstler eine solche Marke zu schaffen, um langfristig erfolgreich sein zu können?
Wichtig ist vor allem, dass man die Balance hält zwischen ständiger Neuerfindung und Wurzeltreue. Das ist das ganze Geheimnis. Man darf sich nicht untreu werden, gleichzeitig muss es aber stets spannend bleiben. Eine Marke zu haben verpflichtet eben auch, das vergessen viele und ruhen sich darauf aus – und dann geht irgendwann auch die Marke den Bach runter. Ich selbst bin eher jemand, der es den Leuten schwer macht, Thomas D als Marke zu begreifen, weil ich eben immer wieder etwas Neues mache – man weiß nie, was kommt. Das macht es auf der einen Seite schwerer, mich zu greifen, auf der anderen Seite aber auch spannender, mich zu entdecken. Letztlich muss jeder selbst wissen, wie er vorgeht.



Royce Da 5’9 – "Success Is Certain"  

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Illustration: Julia Schubert


Der Albumtitel suggeriert es bereits: Rocye ist sich des Erfolges seiner Platte sicher. Wäre der aus deiner Sicht berechtigt?
Sagen wir so: Der ist ja schon sehr lange dabei, ist für mich aber tatsächlich erst vor kurzem in Erscheinung getreten, als er das Kollabo-Album mit Eminem veröffentlicht hat. Da war ich erstaunt und entzückt zugleich über seine Rap-Skills, zumal er sehr gut mit Eminem harmoniert hat – immerhin der beste Rapper, den es gibt. Aber Royce hat ihm in nichts nachgestanden. Leider rappt er auf seinem neuen Album nicht mehr ganz so geil wie auf der Kollabo-LP mit Eminem. Ich war daher ein bisschen enttäuscht.  

http://www.youtube.com/watch?v=-PH8Hwo-xjc

Als Produzenten sind solche Großkaliber wie Nottz, DJ Premier, Alchemist, Mr. Porter und Streetrunner dabei. Sind die Beats auf dem Album so gut, wie das Produzenten-Line-Up vermuten lässt?
Die Beats stammen von denen? Hmm – vielleicht habe ich den Beats dann doch zu wenig Beachtung geschenkt, denn das sind ja in der Tat Namen, die für Qualität stehen. Mir hat das musikalische Bett nach den ersten Durchgängen nämlich nicht so gefallen. Das war mir zu noisig, zu sehr Richtung Crossover. Mir hat da der Raum gefehlt.  

Meinst du, dass Eminem Royce letztlich zu Höchstleistungen animiert hat und damit maßgeblich mitverantwortlich für dessen künstlerische Entwicklung ist? Ich kann mir schon vorstellen, dass er sich bei dem Kollabo-Album in freundschaftlicher Konkurrenz zu Eminem besonders viel Mühe gegeben hat – wobei ich ihm nicht unterstellen möchte, dass er für sein Soloalbum nun bloß zweitklassiges Material verpulvert hat. Er hat sicherlich sein Bestes gegeben, aber meins ist das nicht mehr so.


Lil Wayne – "Tha Carter IV"

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Illustration: Julia Schubert


Dein Eindruck von der Platte?
Ich finde das Album sehr gut, obwohl ich eigentlich nie ein großer Lil-Wayne-Fan war. Aber der ist wirklich mit jeder Platte besser geworden und hat von diesem Album nicht ohne Grund in der ersten Woche bereits knapp 1 Millionen Exemplare allein in den USA verkauft.  

Was macht ihn denn zu dem Ausnahmekünstler, als der er von vielen gesehen wird?
Das habe ich mich auch immer gefragt und lange nicht verstanden. Der Typ ist ein dirty Motherfucker, aber irgendwann habe ich gemerkt: Der Typ ist auch ein Poet. Er hat eine Art zu rappen und Bilder zu erzeugen, die man sonst nur selten hört. Wenn man es schafft, hinter diese vordergründigen Beleidigungen und Denunzierungen zu blicken, entdeckt man sehr poetische Momente – der Typ ist wirklich ein Künstler. Nimm nur mal eine Zeile wie „This the best-worst feeling and nigga if I die, I die a death worth living“ aus dem Intro – das ist doch eine Hammer-Ansage! Und diese Tiefgründigkeit gefällt mit an diesem wahnsinnigen und zutätowierten Ex-Knacki.  

http://www.youtube.com/watch?v=iaEuQGpcqHI


Also ist er tatsächlich ein ganz Großer?
Auf jeden Fall. Er hat das Talent, sein krankes Dasein mit Schönheit zu mischen. Der ist wie eine Blume im Ghetto; wie Schönheit an einem Platz, wo ganz viel Negativität das Leben beherrscht.  

Du bist offensichtlich jemand, der sich sehr intensiv mit Musik und Texten auseinandersetzt.
Klar. Ich bin ein Mann des Wortes und deshalb sehe ich mir natürlich auch die Texte Anderer an, um mir daraus wiederum Inspiration für meine eigenen Sachen zu holen. Mich interessiert außerdem, wie die Leute ticken, wie viel Persönlichkeit sie in ihre Sachen einbringen und welche Bilder sie mit Worten zu malen imstande sind. Und wenn man amerikanischen HipHop hört, dann sollte man eben auch die Bereitschaft mitbringen, ihn verstehen zu wollen. Mir langt es nicht, wenn ich da ein paar „Yos“, „Bitches“ und „Motherfuckers“ heraushöre – das sagen sie schließlich alle. Aber ich will wissen, was die Leute sonst noch zu sagen haben.


Thomas Ds aktuelle Album-Top-Five:  

Kanye West - My Beautiful Dark Twisted Fantasy
Ein Burner. Eindeutig Kanyes Meisterwerk. Mit dieser Platte hat er in seiner Entwicklung und Stilfindung seinen Höhepunkt erreicht. Pure Perfektion.  

Jay-Z & Kanye West - Watch The Throne
Siehe oben.  

Adele - 21
Nachdem Adele mit ihrem Album in 14 Ländern auf Platz 1 war und ich erfahren habe, dass mein Lieblingsproduzent Rick Rubin sie produziert hat, habe ich sie mir auch besorgt. Und ich musste feststellen: Eine ganz grandiose Platte, die vollkommen zu Recht weltweit so erfolgreich ist.  

Drake - Gesamtwerk
Es hat lange gedauert, bis sich mir Drakes Welt erschlossen hat, weil er diesen ungewöhnlich langsamen melodiösen Gesang mit Raps mischt. Aber auch hier ist eine wahnsinnige poetische Kraft vorhanden. Ich freue mich jetzt schon auf sein kommendes Album „Take Care“.  

Red Hot Chili Peppers - I’m With you
Ich vermisse ein bisschen das Psychedelische, dafür besitzt sie aber eine schöne Leichtigkeit. Die haben sich mit dem Album sicherlich nicht neu erfunden, aber sie haben sich gefunden – und zwar schon ein paar Platten vorher. Was soll ich sagen: Ich steh’ drauf.  


Thomas Ds Alltime-Album-Top-5  

Marvin Gaye - What’s going on
Die Erleuchtung. Gänsehaut. Ich kann mich noch an eine Situation erinnern, als ich damals als 19-jähriger mit Smudo und seiner zweiten Freundin in meinem Ford Taunus diese Platte gehört habe, und sie meinte, das sei Fahrstuhlmusik. Da war ich echt kurz davor anzuhalten und die Alte aus dem Auto zu schmeißen. Eine Unverschämtheit! Für mich ist Marvin Gaye der größte Soul-Sänger aller Zeiten, der mit dieser Platte ein Werk geschaffen hat, das von Geist, Bewusstsein und Weltfrieden handelt – wunderschön und auf ewig meine Lieblingsplatte. 

Monster Magnet - Spine Of God
Im Vergleich zu Marvin Gaye: Die dunkle Seite der Macht. Auf der Rückseite der Platte im Innencover sieht man, wie ein Langhaariger auf einem Negativ-Foto Wasserpfeife raucht. Darunter steht: „It’s a satanic drug thing, you wouldn’t understand.“ Als ich die Platte zum ersten Mal gehört habe, im Tourbus mit den Fantas, waren Andi und ich sofort eingenommen von deren psychedelischer Kraft. Der Gewaltherrscher der Band, Dave Wyndorf, singt vom Weltall, von Drogenerfahrungen und vom Universum. Ein tierisch verdrogtes Meisterwerk des Psychedelic Rock – das Hören dieser Platte war ein ganz großer Moment in meinem Leben, der einige Schalter umgelegt hat. 

Red Hot Chili Peppers - Stadium Arcadium
Als der P-Funk-Anteil bei den Chili Peppers irgendwann weniger wurde, kamen plötzlich diese wunderschönen, psychedelischen Harmoniegesänge und Melodien zum Vorschein. Bei „Stadium Arcadium“ haben sie das in Perfektion zelebriert – ich kann bis heute nicht sagen, welcher Teil des Doppelalbums mir besser gefällt. Wahnsinnig geile Platte.  

Foo Fighters - In Your Honor
Allein das erste Stück mit der Zeile „In your honor I will die tonight for you to feel alive“ – Gänsehaut! Dave Grohl ist einfach ein wahnsinnig geiler Typ: Schlagzeuger von Nirvana, dann eine neue Band gegründet und das erste Demo dafür komplett allein eingespielt – und nun singt er in dieser Band und spielt Gitarre, obwohl er ursprünglich als Schlagzeuger angefangen hat. Auch seine Texte und Inhalte – Dave Grohl gibt mir das Gefühl, dass das Leben etwas Besonderes ist. Ein ganz großes Talent.  

Jason Mraz - We sing. We dance. We steal things.
Ein ganz ruhiges, introvertiertes und bezauberndes Album. Wer den mal live gesehen hat, weiß: Der kann wirklich singen. Unglaublich. Da ist kein Ton falsch. Ein ganz großer Künstler, der sich mit diesem Album und der dazugehörigen Band wirklich gefunden hat. Eine Platte, die ich hoch- und runtergehört habe. Das Album hat ganz große Gefühle bei mir ausgelöst, mit Zeilen wie: „Live high, live mighty, live righteously takin’ it easy“ – genau so musch leben, Alta!  

Im Dezember sind die Fantastischen Vier noch mal auf „Für Dich Immer Noch Fanta Sie“-Tour:

13.12.11 Münster I Halle Münsterland
14.12.11 Düsseldorf I ISS Dome
16.12.11 Leipzig I Arena
17.12.11 Braunschweig I Volkswagen Halle
18.12.11 Augsburg I Schwabenhalle
20.12.11 A - Wien I Stadthalle
21.12.11 Regensburg I Donau - Arena
22.12.11 Stuttgart I Schleyerhalle

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