10 Gründe, warum wir Österreich lieben

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Illustration: Dirk-Schmidt 1. Österreicher bauen die besten Autos der Welt. Ein „Pinzgauer“ sieht zwar aus wie ein Sarg mit Windschutzscheibe, kommt aber sogar den Großvenediger hoch. 2. Österreicher lösen unsere Probleme. Wenn der Teilzeit-Moderator Gerhard Schmitt-Thiel nicht alljährlich volltrunken durch den Wiener Opernball führen dürfte, würde er wahrscheinlich bei uns „Pleiten Pech und Pannen“ moderieren müssen. So fällt er gar nicht weiter auf und wird nach dem letzten Walzer mitsamt seinem Zylinder und dem zutiefst unseriösen Opernball-Stammgast Richard „Mörtel“ Lugner wieder eingemottet. 3. Österreich klingt so gut! Der Wiener Dialekt jedenfalls ist der Smoking unter den Mundarten. Wer ihn führt, ist interessant und Mädchen sehen damit sexy aus. Wer Tirolerisch hört, kriegt dafür immer gleich Hunger auf Bergsteigersalami und aus Solidarität einen Rachenkatarrh – interessant! 4. Österreicher machen die besseren Filme. Keiner weiß warum, aber dieses kleine Land hat in den letzten Jahren für zehnmal weniger Menschen zehnmal bessere Filme gedreht als Deutschland. Hier nur ein Auszug: Silentium, Komm süßer Tod, Hinterholz 8, Hundstage, Indien, Müllers Büro. 5. Österreicher sind einfach lustiger. Sie hängen sich erst selber zur Feier des EU-Ratsvorsitzes Porno-Plakate auf und fallen am nächsten Tag dann vor Scham darüber in Ohnmacht. Oder sie bezeichnen einen fetten Kirchenfürsten namens Kurt Krenn liebevoll als das „Fleischlaberl Christi“, woraufhin der wiederum den Kinderporno-Skandal in St. Pölten als „Bubendummheiten“ abtut. 6. Österreich hat Zivilcourage. Über Nacht wurde das Grazer "Arnold-Schwarzenegger-Stadion" kurzerhand wieder in "Stadion Graz-Liebenau" umgetauft, weil Arnie in Kalifornien die Leute auf dem Todesstuhl sitzen lässt. Das hat er jetzt davon. 7. Überhaupt viel poetischere Städtenamen in Österreich: Eisenstadt, Graz, Spittal, Klagenfurt, Bregenz. Da läuft einem das Wasser doch schon beim Lesen im Mund zusammen. 8. Österreich hat die interessanteren Schriftsteller. Sie haben (und hatten) überhaupt welche und die überlegen sich Sätze wie: „Wenn ich ein Mann wäre, hätte ich mich schon umgebracht." (Elfriede Jelinek) oder „Wenn man die Gemeinheit der Bewohner mit der Schönheit der Landschaft verrechnet, kommt man auf Selbstmord.“ (Thomas Bernhard über Österreich). Jedenfalls sind es nicht so nicht so lebensfrohe Gute-Laune-Pfeifen-Onkel wie bei uns. 9. Sie haben die bessere Vergangenheit. Der echte Österreicher wartet immer noch darauf, dass der alte Kaiser wieder vom Balkon herab nuschelt und vor allem die Grenzen des Reiches endlich wieder über halb Europa ausdehnt. Deswegen wird das ganze Parteiensystem auch eher als unliebsame Zwischenlösung angesehen und jeder Schreihals darf dort mal Obmann sein. 10. Österreich macht selbstbewusst. Da zählt der Uniabschluss noch was und wer sich von Beamten nicht mindestens mit "Magister" anreden lässt, wird sacht dazu ermahnt. Auch Nichtakademiker werden in Wiener Hotellobbys mindestens als "Hofrat", "Hausbesitzer" oder "Honorarkonsul" ausgerufen. Hebt das Selbstwertgefühl ungemein.

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