1000km Deutschland: 3. Tag

Gero, Frauke und der Sonnenstich (noch nicht sichtbar) frauke-finsterwalder und christian-bock schildern den dritten Tag ihrer
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Illustration: Julia Schubert

Gero, Frauke und der Sonnenstich (noch nicht sichtbar) frauke-finsterwalder und christian-bock schildern den dritten Tag ihrer 1000 km Deutschland-Tour. Tagesbericht Christian: Nachdem wir gestern sehr lange in der Gegend von Stralsund einen Schlafplatz gesucht haben, hat uns ein Herr Himmelreich Gott sei Dank in seinem Garten zelten lassen. Sonst war überall Naturschutzgebiet, da sah es schlecht aus. Heute früh sind wir von zwei netten „Ein-Euro-Jobbern“ Anfang Zwanzig, die auf öffentlichen Grundstücken Rasen mähen, in ihre Werkstatt zum Frühstück eingeladen worden. Mit ihnen haben wir lange über die Zukunftsoptionen in Ostdeutschland gesprochen, über die Frage, ob sie besser wegziehen oder hier auf einen Job warten sollen. An einem Spargel-Kiosk haben wir einen Herren von der „Ostseezeitung“ kennen gelernt, und wir haben uns gegenseitig interviewt. Außerdem haben wir jemand von Tourismusverband getroffen. Der hat uns das superschöne Dorf Starkow gezeigt, dass von einem Verein sehr schön renoviert wurde, in das sich aber leider nur sehr wenige Touristen verirren. Danach sind wir noch mal eingeladen worden: Heute Nacht residieren wir im „Schlosshotel Schlemmin“. Bei der Gelegenheit, mal wieder eine Nacht in einem richtigen Bett zu verbringen und zu duschen, konnten wir natürlich nicht nein sagen. Es ist komisch: Wenn man wandert, sind die Leute dermaßen nett zu einem, viel netter, als wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Man steht irgendwie unter Artenschutz. Ab morgen Mittag sind wir in Rostock. Also liebe Rostocker: Gebt uns mal ein paar Tipps! Tagesbericht Frauke: Weil es in Lohr, wo wir die Nacht verbracht haben, sehr mager mit Plätzen zum Wild-Campen aussah, sind wir auf den Campingplatz gegangen. jetzt.de-Userin ninja hat uns ein paar Aufgaben gestellt, die wir alle gelöst haben: Die erste war sehr einfach. Wir sollten das berühmte „Keiler-Weizenbier“ trinken. Das war ganz gut, ein Weizen-Fan werde ich trotzdem nicht. Die zweite Aufgabe: Schneewittchen finden. Das kommt angeblich aus Lohr am Main. Dabei half uns Lohrs Bürgermeister, Schneewittchen ist nämlich eine Kindergärtnerin, die bei allen möglichen Anlässen die Märchenfigur spielen muss. Also sind wir in den Kindergarten, haben mit ihr gesprochen und mit den Kindern gespielt. Danach wollte uns der Bürgermeister noch das Schloss, Schneewittchens Spiegel und noch viel mehr zeigen, doch wir mussten weiter. Jetzt sind wir seit ewigen Zeiten auf einer Landstraße, und kriegen Sonnenstich. Gerade haben wir einem Bauern, der auf dem Motorrad kam, nach dem Weg gefragt. Als er wieder fahren wollte, wollte sein Motorrad aber nicht mehr. Das war ihm sehr peinlich, vor allem, weil wir die Kamera die ganze Zeit laufen hatten. Als dann Freunde von ihm mit dem Auto vorbei kamen, hat er sich ganz cool drangehängt. Morgen geht`s nach Schweinfurt, und danach in die Hassberge, durch die Gemeinde Riedbach, Löffelssterz, und Königsberg. Wer kennt sich denn da aus? Frauke und Christian sind weiterhin unterwegs. Sie freuen sich über jeden Vorschlag für ihre Wanderung. Du kannst ihnen Tipps geben? Schick ihnen doch eine jetzt-Botschaft. Tag 2 gibt es hier.

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