13. Mai: In Seattle wird der Ernstfall simuliert

Heute Nacht haben Terroristen einen Anschlag auf US-Einrichtungen in Saudi-Arabien verübt.
nikolaus-roettger

Heute Nacht haben Terroristen einen Anschlag auf US-Einrichtungen in Saudi-Arabien verübt. Es gingen mehrere Bomben in die Luft, mindestens zehn Menschen starben, über 60 wurden verletzt. US-Außenminister Powell glaubt, dass das Terrornetzwerk Al-Quaida hinter dem Angriff steckt. In den USA bereiten sich Sicherheitskräfte auf einen möglichen Terrorangriff im eigenen Land vor: Die Westküstenstadt Seattle im Bundesstaat Washington befindet sich seit gestern für fünf Tage im Ausnahmezustand. Denn hier findet die bisher größte Terrorschutzübung des Landes statt, um zu testen, wie die Sicherheitskräfte auf einen Anschlag mit Bio- oder Atomwaffen reagieren können. Nach der simulierten Explosion einer Atombombe hing eine große Staub- und Rauchwolke über der Stadt. Feuerwehrleute, Polizisten, Ärzte und Experten für Massenvernichtungswaffen versuchten "Verletzte" zu retten und das Ausmaß der Zerstörung einzudämmen. Teil der Simulation ist sogar ein Fernsehteam, das auch die Zerstörung unter einer Autobahn mitdokumentierte: Schutt, Asche, kaputte Autos, ausgebrannte Busse, eingestürzte Gebäude, Verletzte. Informationen über die 16 Millionen Dollar teure Übung gibt das US-Department for Homeland Security auf seiner Website. Wer sich selber ein Bild von der Situation in Seattle machen will, findet vielleicht auf der Website des Washington State Department of Transportation ein aktuelles Bild. Dort kann man über zahlreiche Webcams die Situation auf den Straßen in Seattle einsehen. Einen ausführlichen Bericht über die Schutzübung hat sueddeutsche.de. Am Donnerstag wird in Chicago eine Biowaffen-Anschlag stattfinden. Denn dort geht die Simulation weiter.

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