6. November 2003

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Ein Hochschulranking nur für Frauen? Das Bonner „Center of Excellence – Woman and Science“ hat untersucht, an welchen Hochschulen Frauen am besten Karriere machen können – und wo nicht. Das Ergebnis: die Berliner Humboldt-Universiät (HU), die Universiät Essen und die Uni Göttingen sind die frauenfreundlichsten Hochschulen in Deutschland. 36 Prozent des wissenschaftlichen Personals an der HU sind weiblich, Tendenz steigend. Vier von zehn Doktorarbeiten an der Berliner Hochschule werden von Frauen verfasst. Den unrühmlichen letzten Platz belegt hingegen die Universität Stuttgart: Hier sind ganze drei Prozent der Hochschullehrer Frauen. Selbst die besten des Rankings seien aber nur die Einäugigen unter den Blinden, sagte Andrea Löther, die Autorin der Studie, der Berliner tageszeitung: „Auch die Hochschulen, die gut abschneiden, wären im internationalen Vergleich auf schlechten Plätzen.“ Entgegen der Absicht der Verfasser ist das Hochschulranking von großem Nutzen für Karriere bewusste Männer. Denn sie erfahren, wo sie – ungestört von aufstrebenden Frauen – unter sich sind und Karriere machen können. Und wo ist das? Wie die Vergleichszahlen belegen: vor allem in Süddeutschland.

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