7. Juli 2004 - Homework

Habitat Wer sich für IKEA zu schade ist, aber trotzdem auf Einrichtung von der Stange nicht  verzichten will, landet ja früher oder später bei der snobishen großen Schwester:
christoph-koch
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Illustration: Julia Schubert

Habitat Wer sich für IKEA zu schade ist, aber trotzdem auf Einrichtung von der Stange nicht  verzichten will, landet ja früher oder später bei der snobishen großen Schwester: Habitat. 40 Jahre wird die Kette inzwischen alt und anlässlich dieses Jubiläums haben Stars zum Zeichenstift gegriffen und selbst Möbel oder Einrichtungsgegenstände entworfen: von Ewan McGregor (Klappstuhl im Regisseurstil) über Paul Smith (Plastikkleiderbügel) bis zu Carla Bruni (hängende Hippieschale) lassen die Very Important Products für den WG-Küchenpsychologen interessante Schlüsse auf ihre Paten zu. Wer noch ein Wohnungseinweihungsgeschenk für den besten Freund braucht und 1300 Euro zum Abi bekommen hat, kann sich zum Beispiel den von den Franco-Housemeistern Daft Punk entworfenen Couchtisch ansehen, dessen rhythmisch blinkende Lampen eine Hommage an den beleuchteten Discoboden aus „Saturday Night Fever“ (und Daft Punks eigenen Videos) darstellen. Wer nur rund ein Hundertstel des Budgets lockerhat, kann sich aus der VIP-Reihe immerhin einen Schemel kaufen. Den hat Ingvar Kamprad geworfen – der Gründer von, genau, IKEA. Aber wollte man davon nicht ursprünglich weg?

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