And the jetzt.de-winner is...

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In der Kategorie „Bester Spielfilm“ ist nominiert: Knallhart Sozialkritisch: Michael Polischka muss an seinem 15ten Geburtstag mit seiner Mutter das Haus ihres Ex-Liebhabers räumen. Vom schicken Berlin-Zehlendorf geht es in den Problembezirk Neukölln. Hier regiert die Gang von Erol: Polischka wird bedroht und verprügelt und landet schließlich beim Drogenboss Hamales, der den Jungen beschützt, solange er für ihn dealt. „Knallhart“, der Film zur Rütli-Schule, zeigt Neukölln mit allen sozialen Problemen, Drogen, Gewalt und überforderten Lehrern.

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Illustration: Julia Schubert

David Kross (links) spielt Miachel Polischka. Foto: www.knallhart-derfilm.de Komm näher Schicksalhaft: Der taxifahrende Langzeitsingle Andi lernt Johanna über eine Kontaktanzeige kennen, Johannas Tochter verliebt sich in eine Stimme am Telefon und an der Straßenecke verkauft Mathilda Buletten und Würstchen. Irgendwie sind diese vier sowie der Polizist Bronski, der Hochzeitsfotograf David, Ali und Hanna miteinander verbunden. „Komm näher“ erzählt von Menschen in der Stadt, von Begegnungen und Beziehungen.

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Illustration: Julia Schubert

Ali (Stefanie Stappenbeck) vereint berufliche Ambitionen und Kinderbetreuung. Foto: www.komm-näher.de" Das Leben der anderen Historisch: Der Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler wird 1984 in Ost-Berlin beauftragt, den erfolgreichen Dramatiker Georg Dreymann und seine Lebensgefährtin zu überwachen. Das Eindringen in die Künstler-Lebenswelt mit Literatur, Theater und freiem Denken fasziniert den Stasi-Mitarbeiter und er kann sich ihr immer schwerer entziehen. „Das Leben der anderen“ ist Thriller und Liebesfilm in einem, es geht um das Verhältnis von Kunst und Politik, von Künstlern und Spitzeln, von Verrat und brutaler Machtausübung in dem totalitären System der DDR.

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Illustration: Julia Schubert

Ulrich Mühe als Stasi-Hauptmann Wiesler. Foto: Buena Vista. Paradise now Politisch: Die Palästinenser Khaled und Saïd sind Freunde. Sie kennen sich schon lange und arbeiten zusammen in einer Autowerkstatt. Saïd ist gerade dabei, sich zu verlieben, als sie von befreundeten Mitgliedern einer palästinensischen Terrororganisation besucht werden. Man hat Khaled und Saïd dazu bestimmt, sich als Selbstmordattentäter in Tel Aviv in die Luft zu sprengen. Nach fast 40 Jahren Konflikt im Gazastreifen zeigt „Paradise Now“ die Geschichte von zwei Selbstmordattentäter auf sehr persönliche Weise.

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Illustration: Julia Schubert

Khaled (Ali Suliman) und Saïd (Kais Nashef). Foto:www.paradisenow.film.de Requiem Religiös: Anfang der 70er Jahre verlässt Michaela Klingler ihr streng katholisches Elternhaus in der süddeutschen Provinz und geht zum Studieren nach Tübingen. Eines Nacht bricht sie zusammen. Michaela hat Wahnvorstellungen: Sie hört Stimmen und glaubt von Dämonen besessen zu sein. Sie vertraut sich einem Pfarrer an und stimmt einem Exorzismus zu. „Requiem“ wurde von dem wahren Fall der Studentin Anneliese Michl inspiriert: Die Studentin starb 1976 im unterfränkischen Klingenberg nach einer Reihe von Exorzismen an Unterernährung und Entkräftung.

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Illustration: Julia Schubert

Michaela Klingler (Sandra Hüller) will sich den Teufel austreiben lassen. Foto: www.requiem-der-film.de Sommer vorm Balkon Unbeschwert: Auf dem Balkon einer ostdeutschen Mietkaserne kommen die Freundinnen Nike und Kathrin oft zusammen, mit ein paar Flaschen billigem Rotwein. Nike hat den Balkon, Kathrin die Parterrewohnung und einen Sohn, beide haben keinen Mann. Die Sommer-Balkon-Wein-Idylle wird vom Truckfahrer Ronald mit seinem Faible für Pornos und Bier getrübt, in den sich Nike verliebt. Kathrin wird einsam, denn Nike hat keine Zeit mehr für Weinabende. Und Kathrin findet weder einen Job noch einen neuen Mann. „Sommer vorm Balkon“ zeigt Leben und Lieben in `ner Berliner Mietkaserne.

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Illustration: Julia Schubert

Nike (Nadja Uhl), Ronald (Andreas Schmidt) und Kathrin (Inka Friedrich) von links. Foto: www.sommervormbalkon.de Und nun -tatatata- unser Gewinner-Tipp: Es ist eine deutsche Produktion über ein Stück deutscher Geschichte und...okay, wir wollen euch nicht so lange auf die Folter spannen: Die jetzt.de-Redaktion mag von den nominierten Filmen „Das Leben der anderen“ am liebsten. Wir vermuten, dass das Regiedebüt von Florian Henckel von Donnersmarck den Deutschen Filmpreis am ehesten abräumen wird. Und welcher Spielfilm ist dein Favorit? Welchen magst du am liebsten?

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