Ausstieg gerettet

Dank Spenden ist die Finanzierung des Neonazi-Aussteigerprojekts "EXIT" vorerst gesichert.
philipp-mattheis

Das Neonazi-Aussteiger-Projekt EXIT wird es vorerst weitergeben. Nachdem die Münchner Firma Bavaria Industriekapital zusammen mit stern-Lesern mehr als 100.000 Euro gesammelt hatten, kam nun auch grünes Licht seitens der Regierung. Das vom Bundesinnenministerium geförderte „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ wird weitere 80.000 Euro „Nothilfe“ spenden. Das Projekt stand vor dem Aus, nachdem im Oktober die Förderung des Bundesarbeitsministeriums weggefallen war. (jetzt.de berichtete) Der Grund: Das Ministerium finanziert nur Modellprojekte und deren Förderung fällt nach spätestens vier Jahren weg. EXIT existiert aber bereits seit dem Jahr 2000. Gegründet wurde es von Ex-Kriminaloberrat Wagner und dem Ex-Naziführer Ingo Hasselbach. Seitdem hat EXIT rund 350 Aussteiger betreut. Unter Extremismus-Experten gilt das Projekt als vorbildlich. Und notwendig: Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei die meisten rechtsextremen Straftaten seit der Wiedervereinigung.

Text: philipp-mattheis - Foto: dpa

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