Broadcast yourself: der Erfolg von youtube.com

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Was passiert, wenn man Menschen in eine kleine Kiste bittet und ihnen kostenlose Passbilder anbietet, zeigt

Video aus der „Tonight Show“ von Jay Leno. Die kleine Kiste kann nämlich sprechen und sorgt dafür, dass die fotografierten Menschen sich wild küssen, ihre Tochter in die Luft werfen oder sich der eigenen Hose entledigen. Das ist witzig und könnte problemfrei und kostengünstig von Stefan Raab mit einem Passbildautomaten in der Kölner Fußgängerzone kopiert werden. Dummerweise ist dieses Video nach Angaben von bereits fast 3,5 Millionen Mal angeschaut – und sicher von zahlreichen TV-Totalzuschauern weitergeschickt worden.

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Illustration: Julia Schubert


youtube.com, im vergangenen Jahren als Portal für Videos gestartet, entwickelt sich nämlich gerade zu der angesagtesten Plattform für kleine, witzige Filmchen im Netz. Clips wie der des kickenden

oder der der zaubernden

wurden in den vergangenen Wochen mit Freude verschickt. Neu ist dabei nicht nur der große Erfolg der Seite, sondern auch die komfortable Technik: youtube.com-Filmchen kann jeder anschauen, der einen Flashplayer installiert hat. Es gibt keine Probleme mit Quicktime oder WindowsMediaPlayer-Formaten, youtube.com funktioniert einfach. So gut, dass die Seite, die als „Flickr für Videos“ gestartet war, in dieser Woche erstmals mehr Traffic generierte, als die Fotocommunity mit den nicht bewegten Bildern - wie Vergleich beweist.

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Illustration: Julia Schubert


Der Erfolg der Seite hat jedoch noch einen weiteren Grund: neben der Tatsache, dass sie einfach zu bedienen ist, findet youtube.com auch deshalb soviele Nutzer, weil die Frage der Urheberrechte nicht gestellt wird. Niemand fragt, woher eigentlich

Clip eines mastrubierenden Känguruhs oder

Parodie auf die Kampagne „Du bist Deutschland“ stammt.

Alternativen zu youtube.com: dailymotion.com oder vimeo.com

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