Coming Zune: Der iPod-Killer ist das heißeste Technik-Gerücht des Sommers

Erst war die Meldung eine bloße Absichtserklärung: Microsoft möchte dem iPod Konkurrenz machen und plant deshalb ein Projekt namens Zune. Doch der Eindruck drängt sich auf: die meinen das ernst. Deshalb hier die zehn wichtigsten Fakten um das große Technik-Gerücht des Sommers.
dirk-vongehlen

1. Mit dem Projekt, Apple und den Angeboten itunes/iPod Konkurrenz zu machen, ist Microsoft schon länger beschäftigt – unter dem Projektnamen „Argos“ arbeitete ein Team von Microsoft-Mitarbeitern, die auch schon an der Xbox beteiligt waren, an dem Konzept, mit dem Microsoft zu einer glaubwürdigen Marke im Online-Musikgeschäft werden will.

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Illustration: Julia Schubert

2. Bekannt wurden die Pläne für die neue Dachmarke durch ein Interview, das Chris Stephenson, Marketingverantwortlicher bei Microsoft, dem Billboard-Magazine gab. 3. Obwohl es bisher keine weiteren offiziellen Informationen gibt und obwohl die Meldung erst ein paar Tage alt ist, gibt es bereits eine Menge Webseiten, die sich im Umfeld von Zune ansiedeln. ZuneNation.com und Zune Info versuchen sich als Magazin rund um das neue Microsoft-Produkt und der ehemalige Microsoft-Mitarbeiter Cesar Menendez schreibt im Zune Insider Blog (vermeintlich) geheime Informationen über Zune und Microsoft. Auch einen Wikipedia-Eintrag gibt es bereits. 4. Auf der offiziellen Ankündigungs-Seite comingzune.com gibt es bisher nur eine sehr schlichte Zeichnung auf weißem Hintergrund und Musik von Regina Spektor. Die russisch-amerikanische Sängerin stammt wie The Strokes aus New York, spielte in deren Vorprogramm und tourte mit den Kings of Leon durch Europa. 5. Nach dem Schnipsel aus Spektors "Us" folgt eine Seite, auf der man seine Daten für den Zune-Newsletter hinterlassen kann. Diese Seite ist überschrieben mit dem Satz "We're all friends here". Das alles ist neu: bisher tat Microsoft eine Menge, um nicht mit uns befreundet zu sein - und Indie-Musik aus New York wurde bisher auch nicht mit Microsoft assoziiert. 6. Zune soll eine Dachmarke sein, es geht also nicht nur um einen MP3-Player, der in Konkurrenz zum iPod steht, auch eine tragbare Spielkonsole (in Konkurrenz zur PSP) ist denkbar. Unklar ist allerdings, wie die Angebote von Zune in die bisherigen Microsoft-Produkte wie z.B. dem Download-Portal Urge integriert werden sollen. 7. Über Preis und Speicherplatz des so genannten iPod-Killers gibt es bisher nur Spekulationen. Glaubt man jedoch den Gerüchten im Netz, soll auch eine ganz andere neue Funktionalität den Wert des Zune-Players heben, die so genannte Wifi-Technolgoie, die den drahtlosen Download von MP3s oder Filmdateien ermöglichen soll. 8.Dass die Aufregung im Netz derzeit so groß ist, liegt zum einen am Sommerloch, das den geheimen Microsoft-Plänen gerade volle Aufmerksamkeit garantiert und an der Tatsache, dass angefangen von der Ankündigung bis zur sehr schlichten Webseite Zune vollständig auf die Kräfte des Internets setzt. Microsoft muss gar nicht viel sagen, das Netz redet schon von alleine. 9. Und die etablierten Medien legen nach. Allein das Wort iPod-Killer lässt auch ergraute Krawattenträger aufhorchen. Zudem wächst der Markt der tragbaren MP3-Player nach Branchenangaben in diesem Jahr auf einen Anteil von 20 Prozent Verbreitung. Ab diesem Zeitpunkt spricht man von Mainstream und dort lässt sich auch richtig Geld verdienen. 10.Das weiß auch Microsoft, deshalb will das Unternehmen bis zu 500 Millionen US-Dollar investieren, um Zune bekannt zu machen.

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