Computeralgorithmen als Journalisten - Mittwoch, 9. Juli

max-krefeld und anna-kerner Seit gestern hat Google eine eigene Nachrichtenredaktion.
gunther-poeschl

max-krefeld und anna-kerner Seit gestern hat Google eine eigene Nachrichtenredaktion. Doch dort sitzen keine Journalisten, sondern kleine oder große Computeralgorithmen. Die schreiben die Artikel zwar nicht selber, suchen dafür aber alle Nachrichten zu einem Thema zusammen. Aus über 700 Quellen (sueddeutsche.de, spiegel.de, Deutsche Welle Online, etc.) werden auf http://news.google.de die aktuellen Schlagzeilen ausgesucht und laufend aktualisiert. Die kleinen Computeralgorithmen machen die News zum Top-Thema, für die es im Internet im Augenblick die meisten Verweise gibt. Und das können bei der Nachricht des Tages schon mal 700 und mehr sein, so dass man anfangs gar nicht weiß, bei welchem Internetanbieter man die Meldung jetzt nachlesen soll. Doch gleichzeitig bringt die große Auswahl zwei große Vorteile mit sich: Erstens bekommt jeder ziemlich schnell umfassende Informationen und die Darstellung von Sachverhalten aus verschiedenen Blickwinkeln. Zweitens ordnen die kleinen Computeralgorithmen bei Google die Nachrichten zu einem Thema auf Wunsch auch chronologisch. Und das ist richtig praktisch: Man kann die Hintergründe einer News nachlesen und findet genau heraus, wann was passiert ist. Bisher arbeiten die Computeralgorithmen tadellos, aber da es sich noch um eine Testversion handelt, sind sie sicherlich dankbar, wenn man einen gefundenen Fehler meldet. Und sollte der Verweis auf den Online-Auftritt der heimischen Dorfgazette noch fehlen, dann schreiben ihn die Algorithmen bestimmt auch gerne dazu, wenn man ihnen nur Bescheid sagt.

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