Danke Danny

Quicksilver'DC and the Village Media Group Am 9.
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Illustration: Julia Schubert

Quicksilver'DC and the Village Media Group Am 9. Juli schaffte es der kalifornische Skateboarder Danny Way, als erster Mensch unmotorisiert die chinesische Mauer zu überspringen und die Welt sah dabei zu. USA Today, eine der größten amerikanischen Zeitungen, schrieb auf 2 Seiten darüber, der Spiegel berichtete online und Emails mit dem Link auf www.dannydoeschina.com gingen um die Welt. Dafür sind wir dir dankbar Danny! Endlich Aufmerksamkeit für einen Sport, der immer noch gerne als Kinderspiel abgetan wird. Danny Way begann mit dem Skateboarden im Alter von sechs Jahren und wurde schon mit 16 Profi. Als er sich mit 20 bei einem Surfunfall die Wirbelsäule brach, hatte er bereits eine große Karriere hinter sich. Für einige Zeit sah es danach aus, als würde er nie wieder Skateboard fahren können, und er war längere Zeit an den Rollstuhl gefesselt. Doch mit unbändigem Willen kämpfte er sich durch und begann wieder mit dem Profi-Sport. Wieder voll genesen, ließ er sich 1997 von seinem Sponsor DC Shoes eine spezielle Rampe bauen. Die Aufnahmen überraschten die Skateboardwelt, denn Danny stellte den Weltrekord im höchsten Air mit einer extremen Leichtigkeit auf. Die wohl spektakulärsten Aufnahmen allerdings waren die von seinem Sprung aus einem Helikopter in die Halfpipe. Diese Aktion kommentierte er damals beiläufig mit den Worten: “It was not as gnarly as it looked like!“ 2002 fing er an, sich spezielle Rampen zu bauen, die es ihm ermöglichten, in die Weite statt in die Höhe zu springen. Diese Konstruktionen bestehen aus einer Anfahrtsrampe, einem so genannten Kicker zum Abspringen und einer breiten und langen Landung. Zusätzlich steht am Ende eine Quaterpipe (die Hälfte einer Halfpipe), mit deren Hilfe man die extreme Geschwindigkeit nach der Landung nutzen kann. 2003 stelle Danny bei einem Videodreh für den DC Video den Weltrekord im weitesten Air (22,85 Meter) und, um die Geschwindigkeit richtig zu nutzen, auch noch den für den höchsten Air (7,16 Meter) auf. Diese Aufnahmen trieben den meisten Snowboardprofis die Schamesröte ins Gesicht. Danny schaffte es, mit seinem Brett Sprünge zu machen, die bei den meisten Snowboard Wettbewerben zum Sieg gereicht hätten. Allerdings hat man beim Snowboarden das Brett an die Füße geschnallt, was die Sache ungleich leichter macht. Damit hatte Danny endgültig eine eigene Disziplin des Skateboardens etabliert, den Big Air. Konsequenterweise nahmen die X-Games die Disziplin „Skateboard Big Air“ in ihr Programm auf, und Danny Way gewann wie selbstverständlich die Gold-Medaille. Jetzt verdanken wir Ihm die spektakulären und vor allem schönen Bilder beim Sprung über die Chinesische Mauer. Und vielleicht werden wir ja in Zukunft, wenn wir mit unserem Skateboard unterwegs sind, nicht mehr als spielende Kinder, sondern als ernst zu nehmende Sportler betrachtet. Mehr Infos zu dem Sprung und die Video-Aufnahmen findet ihr unter www.dannydoeschina.com. Wer sich ältere Aufnahmen ansehen will sollte www.dannyway.com oder www.dcshoes.com besuchen.

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