Das Böse hat tausend Gesichter

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Illustration: Julia Schubert

www.uni-weimar.de Die Desingstudenten der Weimarer Bauhaus-Universität sind wirklich garstig - dazu aufgefordert wurden sie von Werner Holzwarth, Professor für Visuelle Kommunikation, Spezial-Gebiet "Provokation in der Werbung". Der wollte, dass die Studenten ihre bösesten Ideen in eine Werbekampagne umsetzten, die den meisten Firmen als echte Kampagne zu hart sein dürfte. Motto der verschiedenen Serien: „Das Böse“. Inspiriert durch die Diskussion über Frank Schirrmachers Buch „Methusalem-Komplott", in dem zur Revolution gegen die Altersangst aufgefordert wird, beschloss eine Studentin den fiktiven Verein Revital e.V. zu gründen und die Aktion „Greisfrei“ ins Leben zu rufen. Teil der Aktion: DIe oben abgebildete Tasche, die "mit stilen Botschaften [...] der älteren Bevölkerungsschicht vermittelt, was man wirklich von ihr erwartet". Eine andere Weimar-Idee ist ein Souvenir der Anna-Amalia-Bibliothek. Es ist eine Kerze in Form der Bibliothek, in deren Dach der Docht steckt, der angezündet die Bibliothek in Band setzt. Laut Holzwarth würde die Kampagne so schön mit der jüngeren Geschichte spielen. Ebenfalls schön: ein "Junior Memory", mit dem die lieben Kleinen über Stunden beschäftigt sind. Gehören nun die Finger in den Hundehintern und die Dynamitstange in die Steckdose, oder ist es doch eher umgekehrt?

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